Am 17.9.2025 tönte die AfD Gelsenkirchen „Die Ausschussvorsitzenden werden nicht zu verhindern sein. Wir leiten übrigens schon längst den Kulturausschuss und nie gab es einen Skandal. …“, siehe WAZ.
Dazu Christoph Wilhelm, sachkundiger Einwohner für AUF Gelsenkirchen im Kulturausschuss. „Die AfD war peinlich bemüht, mit einer formal-sachlichen Methode den Eindruck zu erwecken, sie sei eine ‚ganz normale“ Partei‘ und damit präsentierte sie ihren modernen Faschisten-Look.
In Wirklichkeit greift die AfD in der Kulturarbeit in vielen kommunalen Gremien die fortschrittliche Kunst und Kultur an durch Hetzartikel, Anträge zum Entzug von Geldern für ihrer Meinung nach „linksversiffte“ Produktionen und ihnen zu links stehende Personen. Worauf das abzielt, kann man inzwischen in der Trumpschen USA sehen. Dort sind die US-Demokraten inzwischen alles „Linksradikale“, „Marxisten“ usw. Und wer Kritik daran übt, der wird mit Drohungen, Gerichten oder Gewalt zum Schweigen gebracht.
Die rassistische AfD-Haltung zur Kultur zeigen Beispiele wie diese:
Laut dem kulturpolitischen AfD-Sprecher, Matthias Pasdziorek, wollte die AfD keine „verdeckte Finanzierung von Antifa-Cafés“ dulden, denn „dort könne sich bei politischer Vernachlässigung eine Keimzelle der linksextremistischen Antifa entwickeln“. (WAZ 4.12.2020)
In einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung zur öffentlichen Finanzierung von Bochumer Kultureinrichtungen fragt die AfD-Landtagsabgeordnete Gabriele Walger-Demolsky bezüglich der jährlichen Förderung der ,Freien Kulturszene’ durch die Stadt Bochum in Höhe von 1,5 Millionen Euro. „Welchen Trägern der ,Freien Kulturszene’ der Stadt Bochum wurden im Haushaltsjahr 2018 Fördermittel gewährt? (…) Wird bei der Vergabe der Fördermittel die Verfassungstreue der jeweiligen Träger geprüft?“ (SZ download 11.12.20)
In Stuttgart wollten AfD-Abgeordnete im Juni 2019 im Landtag Baden-Württemberg wissen „wie viele Balletttänzer, Schauspieler, Sänger und Musiker an den Opern und Theatern des Bundeslandes keinen deutschen Pass besitzen, welche Staatsangehörigkeit die Künstler haben und wo sie ausgebildet wurden.“ (SZ download 11.12.20)
In der Kulturarbeit und in der gesamten Politik kommt es nach den Kommunalwahlen umso mehr darauf an, aufzustehen und zusammen zu stehen „Alle zusammen gegen den Faschismus“. Mit freundlichen Grüßen
Christoph Wilhelm





