Für einen Eklat im Gesundheitsausschuss sorgte am 23. April Dr. Klante/AfD. In der sonst kompetent und sachlich geführten Diskussion über Gewaltprävention im Not- und Rettungsdienst versuchte er wiederholt, Angriffe gegen Personal im Rettungs- und Notdienst in Verbindung mit Migration zu thematisieren. Das wurde von Vertretern des Notfallambulanz des Marienhospitals als auch des Rettungsdienstes sachlich widerlegt, ebenso wie Überlegungen zur „Selbstverteidigung“ des Personals.
„Gewalt ist ein vielschichtiges gesellschaftliches Problem. Wenn man für Gewalt – ebenso wie für Probleme der Wohnungsbau- und Schulpolitik – Migranten verantwortlich machen will, so ist das irreführend und ein plumper und schäbiger Versuch, von den wirklichen Ursachen abzulenken und die Stimmung zu schüren gegenüber Migranten/innen“, so die Meinung von Dr. Mast/sachkundiger Einwohner für AUF im Gesundheitsausschuss. Die Beiträge von Dr. Klante stießen auf einhellige Ablehnung aller anderer Fraktionen und Parteien im Gesundheitsausschuss.
Im Ausschuss wurde auch darüber beraten, wie man die Patientensteuerung und die Zusammenarbeit von Rettungsdienst, Notfallambulanzen und hausärztlichem Notdienst verbessern kann. Dazu soll gemeinsam mit allen Beteiligten an einem Modellkonzept gearbeitet werden.


