AUF Gelsenkirchen unterstützt die kämpferischen Kolleginnen und Kollegen von ver.di, die für ihre Forderungen in den Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst auf die Straße gehen. Der Streiktag am Internationalen Frauentag war das richtige Signal. Jetzt ist der Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft gefragt, um die Forderungen durchzusetzen.

Für die Gegenseite sitzt Karin Welge (SPD) am Verhandlungstisch und spricht von „nicht finanzierbaren Personalleistungen“. Nicht finanzierbar sind für viele Menschen die extrem gestiegenen Mieten, Fahrtkosten und Lebensmittelpreise – Ende der Inflation nicht absehbar.

Diesen Tag hat eine ver.di Streikdelegation in Gelsenkirchen genutzt, um beim Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Gelsenkirchen auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Im Vorfeld hatte ver.di Rederecht beantragt. Das wurde abgelehnt wegen Corona. Im Ausschuss beantragte Celina Jacobs von AUF Gelsenkirchen als Ausschussmitglied Rederecht für die Delegation. Das wurde dann vom Ausschussvorsitzenden mit der Begründung abgelehnt, dass die Tarifverhandlungen ja noch laufen. In der Abstimmung zum Rederecht wurde der Antrag mit einer klaren Mehrheit abgeschmettert, mit einer Enthaltung und einer Stimme dafür von Celina Jacobs. Als sie im Rahmen der Tagesordnung zu einem geplanten Neubau einer Kita den vorbereiteten Redebeitrag der ver.di Streikdelegation halten wollte, wurde sie vom Ausschussvorsitzenden unterbrochen und zurecht gewiesen. Sie würde ihr Rederecht missbrauchen und nicht zur Tagesordnung sprechen. Der Hammer war dann noch seine Aussage "Es sind Banalitäten, die sie hier vortragen" - das ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Beschäftigten.

Specht JanDer Stadtsprecher spricht von einer 30 bis 50 cm "mächtigen" Oberbodenlage, die über den verseuchten Boden aufgebracht wurde. Ich
würde da eher von einer dürren oder mageren Schicht sprechen, die kaum verdecken kann, was darunter verborgen liegt. Es ist hinlänglich bekannt, dass ehemalige Kokerei-Standorte zu den am meisten belasteten Böden überhaupt gehören und völlig ungeeignet für eine Schule sind. Eine teure, aufwendige und gründliche Sanierung ist unumgänglich, bevor man überhaupt daran denken kann die Flächen zu nutzen. Ich höre schon SPD und CDU seufzen: "Wer soll das bezahlen?" Mir fiele da nach dem Verursacherprinzip die NSG Group ein, die über die Pilkington Holding GmbH der heutige Besitzer der Dahlbusch AG sein dürfte - Jahresumsatz knapp 5 Milliarden Euro.

Von Bodo Urbat vom kommunalen Wahlbündnis "Essen steht AUF":

Seit Beginn der Streiks der GDL-Eisenbahner läuft eine üble Stimmungsmache in den sogenannten „Qualitätsmedien“ gegen die Kolleginnen und Kollegen der GDL und ihren Vorsitzenden Claus Weselsky. Wahrheitswidrig wird behauptet, die Positionen der GDL und Deutschen Bahn (DB) lägen gar nicht so weit auseinander, dass dafür ein Streik gerechtfertigt wäre. Der GDL ginge es nur um einen unsinnigen „Machtkampf“. Häufig wird Weselsky unsachlich und persönlich diffamierend wie ein machtbesessener Irrer dargestellt.

Specht JanAUF lehnt Auto-Korsos und Demonstrationen von „Querdenkern“, Coronaleugnern und Impfgegnern entschieden ab. Der Jahres- und Gedenktag zur Corona-Pandemie fordert umso mehr heraus, gegen Autokorsos unter dieser Flagge in unserer Stadt zu protestieren. „Angesichts der dritten Welle der Pandemie und neuer noch gefährlicherer Virusmutationen pauschal gegen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz zu protestieren, ist entweder dumm oder böswillig“, so Jan Specht, AUF-Ratsvertreter.