Der Bebauungsplan zur sogenannten "BP-Norderweiterung" soll auf der nächsten Sitzung des Stadtrats am 15. Februar verabschiedet werden. Zu den Vorlagen gehört eine "Abwägung": auf 454 Seiten werden die Einwendungen der Bürger gegen die Norderweiterung und die vorgesehen Pyrolyse-Anlage abgehandelt. "Die Bedenken werden zurückgewiesen" ist ein ums andere Mal die Antwort. Die Auflösung und Industrialisierung des Landschaftsschutzgebiets wird trotz ausgerufenem "Klimanotstand" in Kauf genommen. Einen Zusammenhang mit der hohen Gesundheitsbelastung der Anwohner in dieser Region beispielsweise gäbe es nicht... Ist es Zufall, dass wir an der Spitze der Krebsstatistik stehen? Die Interessen von BP stehen offensichtlich höher als die der Bürger. Das wollen wir nicht hinnehmen.

Wir berichten über die Unterlagen der Stadt und wollen beraten, wie wir unsere Arbeit gegen die geplante Norderweiterung entwickeln, vor allem im Vorfeld der nächsten Ratssitzung.

Das nächste Treffen ist  Donnerstag, 18.1.24 18 Uhr, Gaststätte Brinkmannshof, Bußmannstr. 10, GE-Hassel.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind willkommen. Die Presse ist ebenfalls herzlich eingeladen.

„Für das Klinikpersonal und Patienten ist die Krankenhausreform ein Schlag ins Gesicht“, so die AUF-Vorstandssprecher Dr. Willi Mast und Martina Reichmann. „Wenn es in unserer Stadt wie geplant nur noch Kliniken der Grundversorgung geben würde, wäre das ein verantwortungsloser Kahlschlag bei der stationären Patientenversorgung. Finanziell und personell gut ausgerüstete Krankenhäuser sind elementarer Bestandteil der Daseinsfürsorge – umso mehr angesichts steigender Krankheits- und Sterblichkeitszahlen.

Die Pläne von Gesundheitsminister Lauterbach sind ein Riesenrückschritt müssen abgelehnt werden! Von jetzt 1900 Krankenhäusern in Deutschland würden ca. die Hälfte geschlossen und nur noch 200 übrig bleiben, die auch Spezialabteilungen vorhalten. Die Hälfte aller Entbindungsstationen wäre bedroht. Für Behandlungen in der Herzversorgung, Orthopädie oder Kinderheilkunde müssten Gelsenkirchener schon in die Nachbarstädte! Das fordert unseren entschiedenen Protest heraus.“ 

Pfleger1Als engagierte Physiotherapeutin mit jahrzehntelanger Berufserfahrung setzt sich Petra Polz-Waßong dafür ein, dass die Streichung der physiotherapeutischen Leistungen aus dem Pflegbudget ab 2025 nicht durchkommt und dieses Thema öffentlich bekannt wird.

Bartholome Annabetr.: Lehrkräftemangel und Rechenkünstler - von Anna Bartholomé (Bildungspolitische Sprecherin von AUF Gelsenkirchen)

„Wenn man alle zusätzlichen Aufgaben , die den Schulen von der Politik aufgebürdet wurden, streichen würde, denn hätten wir mehr Lehrer als wir brauchen“, erklärt laut WAZ vom 4.3.23 der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm.

Mit seiner Aufrechnung aller Lehrkräfte und Schülerzahlen in ganz NRW erinnert mich der Herr an den Statistiker, der in dem statistisch gesehen durchschnittlich 70 cm tiefen See ertrank.

Zweifellos ließe sich manche bürokratische Belastung in den Schulen sparen – aber Herr Klemm nennt Inklusion von Kindern mit unterschiedlichen Handicaps oder Sprachförderunterricht zu den „Bürden“, die zu streichen wären, um „reinen“ Unterricht zu machen. Den aber gibt es in der Realität komplizierterer Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen heute nicht.

Polz Wassong PetraZu: Nur noch Warmduscher im Sport? - Leserbrief von Petra Polz-Wassong: Herr Pieper fordert allen Ernstes in seinem Leserbrief die finanzielle Beteiligung der Sportvereine an der Warmwasserversorgung, „wenn sie glauben, partout nicht auf warmes Wasser verzichten zu können“. Ich finde es ein starkes Stück, den vielen Sportvereinsmitgliedern egoistische Motive unterzujubeln, lieber in der Sporthalle zu duschen – weil umsonst – und nicht zu Hause. Sollen die Sportlerinnen und Sportler sich lieber erkälten, wenn sie verschwitzt und ungeduscht den Heimweg antreten?