20200809 Heidi ReskeInterview mit Frau Reske, Sprecherin der Bürgerinitiative der Anwohner der Firma Friedberg in Rotthausen

Seit etwa 2 Jahren dehnt sich die Firma Friedberg in Rotthausen mitten im Wohngebiet massiv aus. Dies und der Umbau ihrer Logistik führten zu einer qualitativen Verschlechterung der Lebens- und Wohnsituation der Anwohner. Mit Unterstützung von AUF-Gelsenkirchen konnten die Anwohner gegen die massive Verschlechterung ihrer Wohnverhältnisse erfolgreich den Kampf für ihre Interessen aufnehmen.


20200725 Willi Manuel Chris"Von dem Interesse an AUF und der Bereitschaft aktiv mitzumachen, waren wir überrascht und begeistert" - so die Kandidaten für die Bezirksvertretung Süd Dr. Willi Mast, Manuel Ferreiro und Chris Wilhelm (rechts, links bzw. Mitte im Bild)

 

Ein Zukunftsprojekt in Gang gebracht

Die WAZ vom 19.10. „Volkshaus erlebt eine Rennaissance“ berichtet ausführlich über das Stadtteilerneuerungsprogramm in Neustadt und Rotthausen. Dort wird die Erneuerung des Volkshauses und seine Nutzung als ein Ort kultureller Bildung für junge Menschen eine besondere Bedeutung haben. Das ist ein großer Erfolg der Bürgerbewegung und auch der Arbeit von AUF im Bezirk. Aus aktuellen Presseerklärung:
„Was in der WAZ-Berichterstattung noch zu kurz kommt:

Das war die Meinung von Dr. W. Mast auf der Bezirksvertretung Süd am 3.3.20

In einem Bürgerantrag hatte Klaus Brandt zur Umbenennung der Richard-Wagner-Strasse in Mendelsohn-Strasse beantragt. Das war durch ausführliches, historisch sehr interessantes Material zum offenen Antisemitismus des bekannten Komponisten R. Wagner begründet worden. Angeblich gibt es eine direkte Verbindung von diesem Komponisten und dem Holocoast unter den Faschisten. Die Verwaltung hatte die Anregung insofern aufgegriffen, als ein kleiner Zusatz an dem Straßenschild angebracht werden soll.

Zunächst wurde darüber abgestimmt, den Tagesordnungspunkt nochmal zu verschieben. Ich habe vorgeschlagen, das abzulehnen angesichts der umfassenden Informationen, was einstimmig angenommen wurde. In der Diskussion habe ich zunächst auf die aktuell wachsende faschistische Gefahr und rechten Terror hingewiesen. „Die historischen Informationen sind hilfreich, aber wir sollten eine falsche Kontroverse zwischen Anhängern von R. Wagner und F. Mendelsohn-Bartoldy vermeiden. Richtig ist, dass demnächst neue Straßen auch nach jüdischen Komponisten wie Mendelsohn und A. Berg benannt werden sollen.

Persönlichkeiten müssen immer auch im historischen Zusammenhang bewertet werden. Ansonsten müsste man ja auch Straßenbenennungen nach Martin Luther rückgängig machen, weil er sich eindeutig antisemitisch geäußert, bei all seinen Verdiensten...“

„Dem Vorschlag der Verwaltung soll gefolgt werden. Anstatt diese Diskussion weiterzuführen, sind wir heute vor allem aufgerufen, der faschistischen Gefahr, z. B. in Form von rechten Aufmärschen in Esssen-Steele gemeinsam und entschlossen entgegen zu treten.“ Der Verwaltungsvorschlag wurde schließlich mit der Gegenstimme von Fr. Abbaus(Grüne) angenommen.

Es lohnt sich, dicke Bretter zu bohren. Nach Jahren des Stillstands, des Dornröschen-Schlafs, der Untätigkeit und des Zögerns der Verwaltung hat sich die Stadt schließlich doch zu der einzig sachgerechten Entscheidung durchgerungen: neue Wege zu gehen bei einem künftigen Nutzungskonzept und einer schrittweisen Erneuerung des Volkshauses. Nach mehreren ergebnislosen Anläufen in der Bezirksvertretung brachte vor drei Jahren der „Runde Tisch Volkshaus“ den Stein ins Rollen, initiiert von AUF.