Wilma Mittelbach Lehrerin (in Rente).
Altstadt-Nord, Schalke Süd Bezirksvertretung Mitte
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Altstadt ist die Armut der Kinder und ihrer Familien besonders krass. Ich wohne seit über 20 Jahren am Margarethe-Zingler-Platz in der Altstadt und erlebe Vieles hautnah mit:
- Es fehlen nach wie vor viele Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei und im Vorschulalter. Das erschwert vor allem den Müttern, arbeiten zu gehen.
- Ebenso fehlen ausreichende öffentliche Spiel-, Sport- und Lernmöglichkeiten, es sei denn, man organisiert diese selbst. Der Wasserspielplatz neben dem Hans-Sachs-Haus ist wunderbar, es gibt lachende und fröhliche Kinder – ein Treffpunkt im Viertel. Das lassen wir uns nicht von der CDU-Ratsfraktion vermiesen!
- Wir lehnen egoistische Verhaltensweisen ab – von Autoraserei, Müll und Dreck auf der Straße, ausufernder Trinkerei bis zum Drogenhandel. Das können wir nicht hinnehmen, ebenso wenig auch bürokratische Schikanen der Stadtverwaltung wie im Knöllchen-Krieg um die Parkzonen. Darüber müssen wir uns sachlich auseinandersetzen, anstatt uns wegzuducken oder gar aufzugeben. Angst und Rückzug sind keine Optionen. Ich trete für ein ordentliches, solidarisches und fröhliches Zusammenleben Menschen jeden Alters und aller Nationalitäten ein. Der Hauptmarkt gehört den Anwohnerinnen und Anwohnern, vor allem den Kindern!
- Ich begrüße und genieße auch die internationale Zusammensetzung unseres Viertels, fördere Austausch, Integration und Solidarität. Ich hab viele Erfahrungen in der Flüchtlingsberatung gegen eine feindselige Asylpolitik und die Stimmungsmache der AfD. Flüchtlinge brauchen sofort eine Arbeitserlaubnis und Sprachkurse, damit sie sich schnell einleben können. Sie sind eine Bereicherung!




