Zurecht bewegt der spektakuläre Sparkassenraub in Gelsenkirchen-Buer die Gemüter. Offensichtlich haben es die Verantwortlichen der Sparkasse versäumt, alle notwendigen und möglichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Tausende Bürger, deren Schließfächer ausgeraubt wurden, fordern zurecht eine Entschädigung von Seiten der Sparkasse und haben dabei die volle Unterstützung von AUF.
„Zugleich wenden wir uns gegen den Versuch der AfD, den Sparkassenraub zu instrumentalisieren, bevor überhaupt die Untersuchungsergebnisse vorliegen“, sagt Jan Specht (AUF-Ratsmitglied). „Mit dieser Stimmungsmache gegen betroffene Migranten, die Geld und Schmuck in Schließfächern gelagert haben, wird von den Kriminellen und der Verantwortungslosigkeit der Sparkasse abgelenkt. Die AfD präsentiert sich gerne als „Partei der kleinen Leute“. Ganz im Gegensatz dazu will die AfD die Vermögenden und Superreichen mit ihren Steuervorschlägen aber noch reicher – und die Kommunen noch ärmer machen! Das ist legalisierter Raub an den öffentlichen Kassen zugunsten großer Konzerne.“
Für solch einen Raubüberfall gibt es keinerlei Verständnis oder heimliche Sympathie. Jede Häme gegenüber den Opfern ist völlig unangebracht. Sollte sich herausstellen, dass einzelne Schließfächer tatsächlich von Steuerbetrügern missbraucht werden, muss das natürlich geahndet werden. AUF Gelsenkirchen hat einen Tagesordnungsantrag für die nächste Ratssitzung gestellt, um über die Fehler der Sparkassenleitung zu diskutieren. Die Stadt Gelsenkirchen ist Träger der Sparkasse Gelsenkirchen. Auch wenn diese über den Sparkassen- und Giroverband abgesichert ist, stellen sich doch viele Fragen, wie dieser Raubüberfall so erfolgreich sein konnte.
Unabhängig davon steht auch die Haushaltsdebatte an. Die öffentlichen Kassen sind leer und eine Neuordnung der kommunalen Finanzierung überfällig.



