Bundesministerin Schröder appellierte gestern theatralisch an Länder und Kommunen, ihren Verpflichtungen zum den Ausbau der Krippenplätze nachzukommen. Tatsächlich ist der Bedarf an einer qualifizierten Betreuung der Kinder unter 3 Jahren weit über die bisherigen Erwartungen hinaus gestiegen - neue Erhebungen sprechen von einem von 35% auf 42% angewachsenen Bedarf pro Jahrgang, wenn der Rechtsanspruch erfüllt werden soll. Sind das die fürsorglichen Worte aus dem Mund einer engagierten Ministe­rin? "

Kaum, eher die derzeit gängige schwarz-gelbe Heuchelei, wenn die Berliner Regie­rung ständig real die Einnahmen für die Kommunen senkt und ihnen gleichzeitig immer mehr Aufgaben und finanzielle Lasten aufdrückt," so Monika Gärtner-Engel, Stadtverord­nete von AUF Gelsenkirchen. Wenn die Ministerin darauf baue, dass die Masse der Be­völkerung das nicht durchschaut, kann ihr AUF nur widersprechen. AUF Gelsenkirchen stellte bei den gerade durchgeführten "Aktionstagen gegen den Raubbau an den Kom­munen" fest, dass niemand der angesprochenen Passanten das "Sparpaket" der Bun­desregierung überhaupt annehmen wollte, dieses Paket oft mit erfrischenden, aber hier leider nicht zitierfähigen Kommentaren zurückwies. Fast 200 GelsenkirchenerInnen un­terschrieben stattdessen einen Aufruf zum Widerstand gegen diesen Raubbau an den Kommunen.