AUF Neujahrskarte 2018 web

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.

Johann Wolfgang von Goethe

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr 2017. AUF Gelsenkirchen wünscht freudige, schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage. AUF Gelsenkirchen wünscht auch für 2018 ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr, weiterhin anregende Zusammenarbeit, zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter und viele gemeinsame Erfolge bei den großen Herausforderungen dieser Zeit. Auf ein erfolgreiches gutes neues Jahr 2018!


 

Entschlossenheit und Einigkeit, bis das Gesetz fällt - das bewegte bis zu 850 Menschen, bei der Montagsdemonstration am 6. September in Gelsenkirchen, gegen Hartz IV auch weiter auf der Straße zu bleiben. Diese Bürgerbewegung ist Teil einer bundesweiten demokratischen Bewegung, die in über 220 Städten Deutschlands aktiv ist. Durch einen Leserbrief in der WAZ der letzten Woche fühlte sich Bernd Matzkowski als Oberbürgermeitsterkandidat von Bündnis 90/DIE GRÜNEN herausgefordert, Stellung zu Hartz IV zu beziehen. Das wurde auf jeden Fall begrüßt. Seinen Argumenten, angesichts Hartz IV Vernunft walten zu lassen und auf Nachbesserungen zu setzen, folgten viele kompetente Beiträge am offenen Mikrofon. Wörtlich forderte er auf, "zu prüfen, was beschissen und was ist gut". Vor allem die Frauen wiesen empört zurück, dass Hartz IV eine Verbesserung für Sozialfhilfeempfänger sei. Selbst mit kleinen Kindern von 3 Jahren jede Arbeit für 1 € annehmen zu müssen, empfinden sie zu recht als unzumutbar. Zurückgewiesen wurden Matzkowskis Diffamierungen, die Montagsdemonstranten würden mit Faschisten zusammenarbeiten. Jeder Teilnehmer konnte sich während der gesamten Demonstration vom demokratischen Ablauf überzeugen, der faschistische Kräfte ausschließt. Pfeifkonzerte erntete Matzkowski aber auch, als er den Demonstranten als Anmaßung unterstellte zu sagen: "Wir sind das Volk!" Mit viel Selbstbewusstsein machten sie schnell klar, dass sie sich keineswegs als schwache Minderheit fühlen, sondern gemeinsam stark sind. Das es ihm wirklich ernst um die Zukunftssorgen der Bevölkerung und um glaubhaften Protest war, zeigte sich bald darin, dass er nach seinem Auftritt der weiteren Demonstration fernblieb und Schwierigkeiten hatte den Demonstranten zu zuhören. Vor der WAZ-Geschäftsstelle hielt der Demonstrationszug und forderte eine Berichterstattung, die nicht die Montagsdemonstrationen herunterspielt und verleumdet. Aus der Redaktion war niemand bereit, Stellung zu nehmen, warum diese wachsende Bürgerbewegung in der örtlichen Presse nicht objektiv behandelt wird. Mit Spannung warten die WAZ-Leser schon darauf, ob aus 850 Teilnehmern wieder zu - 20 bis 30“ werden. Die Kinder forderten von der WAZ eine Entschuldigung für den Artikel am letzten Dienstag "Kinderarbeit", wonach sie angeblich von Erwachsenen eingespannt worden seien, Texte abzulesen und nicht wüssten wovon sie reden. "Viele Kinder haben mehr Ahnung, wenn der Vater arbeitslos ist und ein größeres Wissen darüber als die Journalisten oft selber! Wir sind zwar klein - aber stark", protestierten sie empört. Nicht nur das offenen Mikrofon von dem mehr als 50 Leute gebraucht machten sondern auch die Abstimmungen am Ende der Kundgebung waren Ausdruck dessen, dass die Bürgerbewegung selbständig und demokratisch ihre Beschlüsse fasst. Karl-Heinz Strohmeier wurde als Delegierter für die bundesweite Koordinierungsgruppe zur Vorbereitung des bundesweiten Sternenmarsch gewählt. Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag, am ersten Oktoberwochenende gemeinsam nach Berlin zu fahren, dafür zu mobilisieren und mit den anderen bundesweiten Bewegungen einen gemeinsamen Sternenmarsch anzustreben. Denn gemeinsam sind wir stark. Die Demonstranten beschlossen ebenfalls die Montagsdemonstration am nächsten Montag fortzusetzen und dann dort den Arbeitgeberverband zu besuchen. Alle Interessierten sind weiterhin herzlich eingeladen an jedem Montag zur Montagsdemonstration Weg mit Hartz IV- das Volk sind wir, um 18 Uhr auf dem Preuteplatz.