Zehn Jahre nach 2015 sagen viele Politiker immer noch: „Die Flüchtlinge integrieren sich nicht, sie kosten nur Geld.“
Aber diese neue Studie zeigt das Gegenteil:
https://iab-forum.de/10-jahre-fluchtmigration-2015-was-integration-foerdert-und-was-sie-bremst/ vom IAB :
Mehr als 60 % von uns arbeiten schon nach einigen Jahren.
84 % können ohne Sozialhilfe leben.
Wir tragen also bei, wir zahlen Steuern, wir übernehmen harte Arbeit, die in Deutschland gebraucht wird.
Aber, und das sage ich klar: Wir Flüchtlinge sind nicht das Problem.
Die Probleme kommen von den Gesetzen und den Bedingungen, die uns aufgezwungen werden:
• Wohnsitzauflagen halten uns fest in Gegenden ohne Arbeit.
• Sammelunterkünfte machen das Leben schwer und verhindern richtige Integration.
• Monatelange Arbeitsverbote verschwenden unsere Zeit und unsere Energie.
• Frauen, besonders mit kleinen Kindern, bekommen fast keine Chance – keine Kinderbetreuung, keine speziellen Programme, keine richtige Unterstützung.
Wenn heute nur 35 % der geflüchteten Frauen arbeiten, liegt das nicht an ihnen. Es liegt an fehlender Kinderbetreuung, an der Isolation in den Heimen, an Gesetzen, die sie blockieren.
Und noch etwas: Integration bedeutet nicht nur „Arbeit haben“.
Integration heißt auch: in normalen Wohnungen leben, nicht in Lagern. Integration heißt: ein sicherer Aufenthalt ohne Angst vor Abschiebung. Integration bedeutet, am politischen und sozialen Leben teilzunehmen und dabei nicht in Angst vor einer Abschiebung aufgrund politischer Überzeugung zu leben.
Darum sage ich:
• Weg mit den Wohnsitzauflagen!
• Weg mit den Sammelunterkünften!
• Schluss mit Arbeitsverboten!
• Gleiche Rechte für alle, die hier leben!
Wir Flüchtlinge sind keine Last. Wir sind Menschen, Kollegen, Nachbarn.
Wir sind gekommen, um ein Leben in Würde zu führen – und das ist nur möglich, wenn wir gleiche Chancen haben.
Unsere Integration wird gebremst nicht durch uns, sondern durch die Politik.
Alassa Mfoupon, Sprecher des Freundeskreises Flüchtlingssolidarität




