Schließung der Sonderabfallverbrennung der AGR

Eine gute Nachricht für Bürger/innen in Gelsenkirchen, Herten und Herne: Die Geschäftsführung der AGR hat beschlossen, die Verbrennung von gefährlichen Abfällen in den beiden Sonderabfallverbrennungslinien und das Sonderabfallzwischenlager zum 31.12.28 zu schließen.

Seit 1982 diente das RZR in Herten der Verbrennung giftiger Stoffe. Und seitdem schlossen sich umweltbewusste Bürger in Bürgerinitiativen zusammen, gemeinsam mit AUF Herten und AUF Gelsenkirchen. Ihr Ziel: die große Belastung der Region durch Dioxin, Schwermetalle und andere Giftstoffe aus Müllverbrennungsanlagen zu reduzieren. Es gilt, alternative Methoden zu Müllentsorgung, -vermeidung und -Recycling zu entwickeln, die umweltbelastende Verbrennungsanlagen überflüssig machen. So verhinderte der gemeinsame Widerstand 2006/2007 geplante Mülltransporte aus Australien. 2021 fand ein gemeinsames Tribunal statt gegen die besondere Giftbelastung im Dreieck Emscher-Lippe . Quellen der Luftbelastung sind die Verbrennungsanlagen in Essen, Bottrop und Gladbeck, das Abfackeln der BP und damals die Verbrennung von Ölpellets bei Uniper in GE-Scholven sowie die Sondermüllverbrennung im RZR Herten und der Fa. Suez in Herne. Die Verbrennung von Müll und Sondermüll ist alles andere als eine harmlose „thermische Verwertung“!! Kein Wunder, das in der Region Krebserkrankungen stark zunehmen.

Die Schließung der Sondermüllverbrennung ist auch ein Erfolg der Bürgerinitiativen.! Unbedingt nötig ist aber weiterhin die Forderung nach alternativen Produktions- und Recycling-Verfahren zur Vermeidung von Müll- und Giftmüllverbrennung.Das schafft neue Arbeitsplätze und reduziert Emissionen von Müllgiften.
In diesem Sinn wird AUF Gelsenkirchen weiter aktiv sein und mit allen umweltbewussten Menschen zusammenarbeiten.