gehalten von Karl-Heinz Wittmann und Dagmar Brettschneider, AUF Vorstand
Liebe Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Zerstörung unseres Weltklimas und unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist
dramatisch. Eigentlich müssten heute in allen Städten und Ländern tausende und
Millionen von Menschen aufstehen gegen die Klimapolitik im Interesse der großen
Konzerne.
Leider lassen sich noch viele Menschen täuschen und manipulieren –
- allen voran von der AfD: Angeblich gibt es gar keine Klimazerstörung, das sei nur ein
großer Schwindel – ganz im Sinne von D. Trump und den großen Erdöl- und Energie-
Monopole. Die AfD-Wähler müssen endlich aufwachen - Aber auch unsere Regierung, die die Klimaziele immer noch mehr aufweichen will.
Angeblich ist ja unsere Sicherheit und Wirtschaft wichtiger als die Lebensgrundlagen
unserer Kinder…
Gelsenkirchen ist in gewisser Weise ein Spiegelbild einer Welt, die ihre Zukunft verspielt.
Eigentlich haben wir gute Voraussetzungen zur Entwicklung neuer Umwelt-Technologie
und alternativer Energie. Stattdessen wurden die letzten Kohlezechen und damit die
Bergbau-Technologie zugrabe getragen, mit der wir einmal Weltspitze waren. Statt mit
innovativer Recycling-Technik das Abfallproblem zu lösen und neue Arbeitsplätze zu
schaffen, wurde die Möglichkeit von Kryo-Recycling von Plastikabfällen verschlafen. AUF
hatte sich seinerzeit für eine Pilotanlage in Gelsenkirchen eingesetzt. Kein Wunder, dass
wir alle inzwischen an einer Flut von Mikroplastik erkranken und dass sich giftige
Abfallberge in der Emscher Deponie und am Grimberghafen auftürmen. Und von den Mio.
Tonnen von Giftmüll unter Tage ganz zu schweigen, die von der Ruhrkohle und
skrupellosen Politikern zu verantworten sind.
Anstatt schrittweise auf umweltfreundliche Stahlgewinnung, Petrochemie und
zukunftsfähige Speicher- und Energietechnik umzustellen, werden Werke geschlossen
oder – wie jetzt bei BP – an zweifelhafte Investoren verramscht. Dabei geht es um tausende
von Arbeits- und Ausbildungsplätze und um die Zukunft unserer Stadt. Sie wird nicht von
Migranten und Flüchtlingen bedroht, sondern von profitgierigen Finanzinvestoren und
Konzerne – die am Ende nur verbrannte Erde hinterlassen, hier und anderswo in der Welt.
Sie müssen endlich dafür zur Rechenschaft gezogen werden anstelle sie noch mit unseren
Steuergeldern zu belohnen mit Fördergeldern.
Es ist höchste Zeit, 5 nach 12, für eine grundlegende Änderung – dafür braucht es aber
eine grundsätzliche Änderung der Gesellschaft, in der das Wohl der Mehrheit im
Mittelpunkt steht. Beteiligen Sie sich an der Gesellschaftsdebatte, organisieren Sie sich
und kämpfen mit – in der Umweltgewerkschaft und in unserem kommunalen Wahlbündnis AUF!



