Noch ein Lebensmittel-Discounter statt Gemeinde-Campus-Projekt?

Pressemitteilung von Dr. Willi Mast (AUF-Vorstandssprecher):

Auf große Ablehnung und Kopfschütteln stößt ein Bebauungsplan, der bei der Bezirksvertretung Süd am 9. Juni auf der Tagesordnung steht. Auf dem Gelände des evangelischen Gemeindezentrums in Rotthausen ist der Bau eines weiteren Lebensmittel-Discounters mit Drogeriemarkt vorgesehen. Laut Stadterneuerungsprogramm sollte dieser Bereich eigentlich zu einem Gemeinde-Campus weiterentwickelt werden.

Das Presbyterium der Emmaus-Gemeinde will seit einiger Zeit dieses Grundstück mit allen Immobilien verkaufen, einschließlich Gemeindehaus mit Gemeindesaal, Jugendhaus, der Kita und weiterer Immobilien. Diese Entscheidung hätte größere negative Auswirkungen auf den Stadtteil und wird auch von vielen Gemeindemitgliedern abgelehnt. Jugendhaus und Kita sollen anderweitig untergebracht werden, die sonstigen sozialen Aktivitäten des Gemeindezentrums sollen demnach in der stillgelegten Kirche stattfinden – die Frage ist allerdings wann, wie und wo?

„AUF wendet sich seit längerem gegen diese unsinnige Stadtplanung. Neben vier Lebensmittel-Discountern und einem Drogeriemarkt in unmittelbarer Nähe der Einkaufsmeile Karl-Meyer-Strasse ist dieses Projekt überflüssig. Ein Einzelhandelsgutachten ist kein Ersatz für eine allseitig durchdachte Stadtplanung, die der sozialen Situation im Stadtteil Rechnung trägt. Das wäre ein Schildbürgerstreich und ein Bankrott der Stadtteilerneuerung“, so die Meinung von Dr. Willi Mast (AUF).