Karl-Heinz Wittmann
Rentner (ehemals Opel-Arbeiter)
Liebe Gelsenkirchnerinnen und Gelsenkirchner, die Herausforderungen, die uns das Leben in diesen stürmischen Zeiten stellt, können wir nur gemeinsam bewältigen. Ich bin Christ und respektiere auch andere Glaubensrichtungen. Mein Grundgedanke ist, dass alle gleiche Menschenrechte haben und keiner mehr wert ist als der andere. Ich beurteile Menschen nicht nach ihrem Aussehen oder ihrer Herkunft, sondern nach dem, was sie sagen und tun. Ich bin der Meinung, dass jeder verantwortlich ist für das, was er tut oder nicht tut – egal ob Werksdirektor oder Bürgergeldempfänger.
Die Schere zwischen Reich und Arm wird immer größer, auch in unserer Stadt. Wenn gespart wird, trifft es zumeist und in größerem Maß diejenigen, die unten sind. Reiche werden selten zur Kasse gebeten. Es muss aufhören, dass Geld die Menschen regiert. Viele sagen: das wird es nie geben. Aber der Traum des Menschen zu fliegen – von Ikarus über Lilienthal bis zum Jumbojet heute – hat zwar Tausende von Jahren gebraucht, ist aber nun Wirklichkeit.
Hier in Gelsenkirchen hat die Profitwirtschaft der Ruhrkohle verbrannte Erde hinterlassen: hohe Arbeitslosigkeit, verseuchte Böden, Giftmüll untertage, Krankheitsbelastung usw. Es wird Zeit, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sie an den Kosten der kommunalen Daseinsfürsorge angemessen heranzuziehen. Leben vor Profit.
Glück AUF
Karl-Heinz Wittmann





