20200814 Aktion Waterbergstr3Gemeinsam mit dem Freundeskreis Flüchtlingssolidarität hatte AUF am 11.8.2020 in Hüllen an den Jahrestag Schlacht am Waterberg erinnert, im heutigen Namibia in Afrika, nach der die Waterbergstr. hier benannt ist.
Renate Mast schlug eine Umbennung in George-Floyd-Straße vor. „Auch in Deutschland gibt es Rassismus, geschürt vor allem von Faschisten und rechten Parteien wie der AfD. Sie wollen Migranten und Geflüchteten die Schuld für alle Probleme in die Schuhe schieben. Ausländer sind aber weder besonders kriminell, noch nehmen sie den Deutschen Arbeitsplätze weg. Die Verursacher von Armut, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung sitzen nicht in den Flüchtlingsheimen, sondern in den Konzernetagen! Spaltung schadet dem Zusammenhalt! Den brauchen wir aber, um gemeinsam für bessere Lebensverhältnisse zu kämpfen. Dafür stehe ich als AUFKandidatin in Hüllen.“

Das Wahlversprechen der SPD, 100.000 Bäume zu pflanzen klingt sehr schön und hätte auch meine volle Unterstützung. Nur allein es fehlt der Glaube. Ein von AUF geforderter Sachstandsbericht zur Wiederaufforstung nach dem Sturm Ela wurde zuletzt im Juli 2019 von der SPD im Betriebsausschuss Gelsendienste abgesetzt. Zu mager waren wohl die Resultate - gerade einmal 2.357 Bäume wurden 2016 bis 2018 gepflanzt. Sturm Ela allein hatte über 4.000 Bäume gestürzt.

"Die SPD in Erle und Hassel sind kein Einzelfall. Auch in der Feldmark hält man sich nicht an die Regeln der Verwaltung. Keine Plakate im Kreuzungsbereich! Nur jede dritte Plakatstelle nutzen! Das gilt alles nicht für die SPD. Warum auch - die Regeln wurden ja ausgedacht, um der unliebsamen Konkurrenz von kleinen Parteien und Wahlbündnissen das Leben schwer zu machen. Das ist es was viele in Gelsenkirchen stört - die SPD "regiert" nach Gutsherrenart.

AUF lädt gemeinsam mit dem Freundeskreis Flüchtlingssolidarität am 11.8.2020 ab 17 Uhr die Anwohner in Hüllen zu einer Solidaritäts- und Protestaktion in der Waterbergstraße/ Ecke Märkische Straße ein, um ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen.

Anlass ist der Jahrestag des grausamen Völkermords am Volk der Herero und Nama: Am 11. August 1904 schlugen deutsche Soldaten im Auftrag des deutschen Kaiserreichs in einem unvorstellbaren Verbrechen einen Aufstand der Volksgruppen der Herero und Nama im heutigen Namibia nieder. Diese Volksgruppen kämpften um ihr Land, das ihnen von den Kolonialisten im damaligen Deutsch-Südwestafrika gestohlen worden war. Die Herero wurden in die Wüste getrieben, und kamen dort elendig um, allein 65.000 Herero starben, einem Volksstamm von damals 80.000 Menschen, ebenso kamen 10.000 der 20.000 Nama zu Tode.

Für die Ratssitzung am 25. Juni 2020 hat AUF Gelsenkirchen den Tagesordnungspunkt „Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und Stadt Gelsenkirchen“ beantragt. „Diesen im Rat üblichen Bericht hatte ich schon für die erste Sitzung in diesem Jahr beantragt - nach dem Amtsantritt der neuen Polizeipräsidentin Britta“ so Jan Specht, Stadtverordneter für AUF Gelsenkirchen. „Frau Zur und Oberbürgermeister Baranowski hatten sich danach auf die April-Sitzung des Rates verständigt, womit ich einverstanden war. Diese wurde Corona-bedingt verkürzt, so dass nun die letzte Gelegenheit in dieser Legislaturperiode besteht.“

Eine Information und Aussprache im Rat hält AUF für dringend geboten.