Die kommunalpolitischen Bündnisse Neukirchen-Vluyn AUF Geht’s, AUF Gelsenkirchen, AUF Witten, AUF Herten, Essen steht AUF, BergAUF Bergkamen und ihre Ratsmitglieder erklären:

Fortschrittliche Kommunalwahlbündnisse stehen AUF gegen die Zerstörung der Umwelt und gegen die Angriffe auf die Arbeitsplätze und die sozialen Rechte der Bergleute

In einigen Städten an Rhein und Ruhr könnten die AUF-Bündnisse (Alternativ- Unabhängig – Fortschrittlich) Bücher darüber schreiben, die die RAG die Bergleute und ihre Familien ausbeutet, drangsaliert, ihnen die Existenzgrundlage raubt. Aber nicht nur das:

  • Die RAG hat mit der Stilllegung aller Steinkohle-Bergwerke eine riesige Strukturkrise in NRW und im Saarland herbeigeführt und zigtausende Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze vernichtet. Die von den Bergleuten erwirtschafteten Gewinne wurden in neue Konzerne wie EVONIK verschoben. Die RAG will sich vom Acker machen und uns die Scherbenhaufen hinterlassen.
  • Hundertausende Kumpels und Hinterbliebene wurden mit der Streichung des Kohle-Deputats um einen Teil ihrer Betriebsrente betrogen. Günstige Bergbauwohnungen wurden privatisiert und so den Wohnungskonzernen der Weg für ihren Mietwucher geebnet.
  • Hundertausende Hausbesitzer sowie die Städte und Gemeinden haben noch lange unter den Folgen eines rücksichtslosen Kohle-Abbaus durch Bergschäden an Gebäuden, Straßen, Gewässern und Abwasserkanälen zu leiden.
  • Im Zusammenspiel mit der damaligen SPD-Landesregierung NRW und deren Umweltminister Klaus Matthiesen sowie den zuständigen Behörden wurden in den 1990er Jahren 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll aus Müllverbrennungsanlagen, Kraftwerken und Gießereien einfach unter Tage gebracht. Selbst die sogenannte „Machbarkeitsstudie“ von 1991, auf die sich die RAG für ihre Gifteinlagerungen gerne beruft, warnte schon damals vor der Gefahr, dass bei einer Flutung der Bergwerke die Gefahr bestünde, dass die Gifte ins Oberflächenwasser gelangen und damit ins Trinkwasser.

NIEMAND zwingt die RAG zu Kündigungen.
Arbeit auf den geschlossenen Bergwerken ist ausreichend vorhanden und eigentlich ist kein Bergmann „übrig“!. Jetzt den Bergleuten auch noch ein „Verschulden“ der Massenentlassungen zu zu weisen und in den Medien zu verbreiten, ist üble Hetze gegen den Geist, sich nicht alles gefallen zu lassen. Der Verlust von Ansprüchen als Bergmann wird im Artikel gar nicht genannt, das 71 Schwerbehinderte unter den Gekündigten sind, nicht erwähnt. Das sich der IGBCE Führer Vassiliadis und das Integrationsamt für diese Massenentlassungen hergeben, ist ein Skandal und unterstreicht nur noch mal: Vertrauen in die eigene Kraft der Bergleute ist angesagt sowie die Solidarität des Reviers gegen diese Massenentlassungen! Damit darf die RAG nicht durchkommen! AUFstehen und teilnehmen an Protestaktionen wie in Bottrop am 15.6.2019 steht auf der Tagesordnung.

Toni Len fr WebFür die Sitzung des Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus am 14.3. hat Toni Lenz, sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen, den Tagesordnungspunkt „Sachstandsbericht zum angekündigten Beginn der Produktion bei der Firma Monowell in Gelsenkirchen-Heßler“ beantragt.

Wie auch in der WAZ am 1.2. berichtet wurde, nimmt die Firma Monowell in Kürze in Gelsenkirchen-Heßler die Produktion von Endloswellpappe auf - und zwar auf dem Gelände und in den Anlagen der früheren Firma Wellpappe, die Ende 2016 in die Insolvenz ging.

Toni Lenz hatte das Thema schon in den letzten Ausschuss eingebracht, wo die Fragen offen blieben. Wie geht es weiter, fragen sich ehemalige Kollegen. „Wird die Insolvenz nun von Herrn Palm genutzt, um Mitarbeiter zu deutlich schlechteren Bedingungen einzustellen, die jetzt die gleiche Arbeit machen?“

„Hier ist in der Öffentlichkeit erheblicher Aufklärungs- und Diskussionsbedarf. Ich bin gespannt, welche Initiativen die Stadtverwaltung zur Klärung ergreift und was die Wirtschaftsförderung darüber berichten wird. AUF bleibt jedenfalls auch bei diesem brisanten Thema am Ball.“

Erneut gibt es große Sorgen bei den Kollegen von ZF in Gelsenkirchen-Schalke um Arbeitsplätze und Löhne“, informiert Toni Lenz, Sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus. 200 Arbeitsplätze will die Geschäftsleitung abbauen, davon 150 in diesem Jahr. 

2018 haben die Kollegen mit kämpferischen Aktionen und der Solidarität der Gelsenkirchener einschließlich dem Stadtrat die Schließung des Werks verhindert. Das ist den Bossen in die Knochen gefahren. Nun wird das Zuckerbrot ausgepackt von höheren Abfindungssummen und Rente ab 58 Jahren. Aber die Erpressung folgt auf dem Fuß: wenn das nicht genügend angenommen wird, wird offen entlassen!“ empört sich Toni Lenz. „Dazu kommt, dass die Löhne gekürzt werden sollen, während ZF gleichzeitig 6,2 Milliarden Euro hat, um den US-Bremsenhersteller Wabco zu kaufen.“ 

Für 2021 wird dann ein „Technologiezentrum“ in Aussicht gestellt, wo Ingenieure eingestellt oder hinverlagert werden sollen. „Aber die 200 Arbeitsplätze, v.a. in der Produktion, wären erstmal weg“, resümiert Toni Lenz. „Damit kann kein Gelsenkirchener einverstanden sein! Wir können nicht zulassen, dass aus Profitgier die Arbeitsplätze unserer Jugend verhökert werden. Dazu sollte auf den Kampferfahrungen von 2018 aufgebaut werden.“

190215 Einladung BrunchWas tun für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze in Gelsenkirchen?

Toni Lenz, sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen macht Vorschläge

Sonntag, den 24. Februar 11.00 – 13.00 Uhr
Treff International - Hauptstraße 40

Bringt was Leckeres zum Buffet mit – und ladet Freundinnen und Freunde ein!