Knapp ein Drittel der Unternehmen in der Emscher-Lippe-Region wollen Beschäftigte abbauen!

»Nach wie vor gibt es keine Entwarnung für das vom gescheiterten Strukturwandel schwer getroffene Gelsenkirchen« so Jan Specht, Stadtverordneter von AUF Gelsenkirchen. »Auch im jetzt veröffentlichten Emscher-Lippe-Index spiegelt sich wider, dass die Weltwirtschaftskrise bereits vor Corona begann und durch Corona enorm befeuert wurde.

Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Branchen und Werken kamen am 12.9.2020 in den Räumen des alevitischen Vereins zusammen. „Dieses Tribunal hat den Horizont geweitet“, resümiertToni Lenz, sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen im Wirtschaftsausschuss. „Es brachte Arbeiter unterschiedlichen Alters und verschiedener Nationalität, fest Angestellte, Leiharbeiter,Minijobber, Arbeitslose, Geflüchtete zusammen. Es war eine sehr faktenreiche Bilanz und Anklage, wie in der Region nach kapitalistischer Logik zehntausende Ausbildungs- und Arbeitsplätze vernichtet wurden, die vor allem der Jugend fehlen. Seit 2007 wurden 30% der Lehrstellen abgebaut. Nur ca. 58.000 Menschen in Gelsenkirchen haben noch eine Vollzeitstelle.“

Lenz AntonAnton Lenz, Kandidat von AUF Gelsenkirchen im Wahlkreis Altstadt-Nord / Schalke-Süd, protestiert entschieden gegen die Schließung des Geldbach-Werks in Gelsenkirchen-Ückendorf. „Ich bin empört darüber, dass 65 Beschäftigte ab heute in die Arbeitslosigkeitentlassen wurden. Das ist echt Kapitalismus – erst werden sie wochenlang hingehalten,bis zum gestrigen Tag – und dann kriegen sie einen Tritt, und mit ihnen ihre Familien.“AUF war und ist jederzeit solidarisch im Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Glückauf, Anton Lenz

AUF fr ArbeitspltzeLiebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter um Arbeits- und Ausbildungsplätze in Gelsenkirchen!

Wir laden euch herzlich ein zum Arbeitertribunal:„Arbeiter klagen an“ - Aufstehen gegen Arbeits- und Ausbildungsplatzvernichtung in Gelsenkirchen!

Es findet statt am Samstag, den 12. September 2020, von 16:00 bis 18:00 Uhr. Ort: Alevitischer Verein, Kirchstr. 85, 45 888 Gelsenkirchen. (Durchführung unter Corona-Schutzbestimmungen. Bitte Mund-Nasenschutz mitbringen.)

ver.di fordert Einkommenserhöhung von 4,8 Prozent bzw. Mindestbetrag von 150 Euro und Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit in der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst.

Dazu Petra Müller, ver.di, Bezirksfrauenrat Emscher Lippe Süd: "Die Solidarität mit Kollegen in der Corona-Krise hat uns bestärkt: Jetzt muss mehr Geld her! Für Müllwerker, Hausmeister/innen, Reinigungs- und Pflegekräfte, pädagogisches Personal in den Kitas, die Mitarbeiter/innnen in den Gesundheitsämtern und beim Kommunalen Ordnungsdienst.