Auf LogoCovid-19-Fälle in Schulen und Kindertagesstätten häufen sich, auch in Gelsenkirchen. Die Verunsicherung unter den Eltern wächst. Auch Kinder und Jugendliche können sich infizieren, untereinanderanstecken und das Corona-Virus übertragen.

Bereits Ende Juli hat AUF Gelsenkirchen in einem offenen Brief vor übereilten Schulöffnungen gewarnt. Wiederholt haben sich Anna Bartholomé, bildungspolitische Sprecherin von AUF Gelsenkirchen und Jan Specht, Stadtverordneter, für differenzierte Maßnahmen anden Schulen ausgesprochen, wie die angehängte Chronik belegt. Die Vorschläge umfassen genau das, was jetzt allmählich diskutiert und wie in Solingen umgesetzt wird: Einsatz von Luftfiltergeräten, Halbierung der Klassen, versetzter Unterrichts- und Pausenbeginn, auch um überfüllte Schulbusse zu vermeiden, sowie eine engere Taktung im ÖPNV zu Schulbeginn und -ende. All das wurde in der Presse nicht veröffentlicht.

AUF Gelsenkirchen lädt zu zwei Versammlungen ein. Am Samstag wird es einen Gegenprotest gegen eine Demonstration von Corona-Leugnern geben, zu der die AfD Gelsenkirchen aufgerufen hat und bei der auch die Beteiligung von Faschisten erwartet wird.

„Auch ich habe Kritik an Maßnahmen der Bundesregierung“, führt Jan Specht, Stadtverordneter von AUF Gelsenkirchen, aus, „aber ich lehne jede menschenverachtende Verharmlosung oder Leugnung der Gefährlichkeit von Covid-19 ab. Meine Kritik richtet sich vor allem dagegen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Pandemie einseitig auf die Bevölkerung, kleine Betriebe und Gastronomen abgewälzt werden, während in großen Betrieben und Konzernen, im Nahverkehr und in den Schulen wirksame Maßnahmen ausbleiben oder sogar untersagt werden.“

Wilhelm Christoph„Zu den vielen Leidtragenden politischer Fehlentscheidungen und des gescheiterten Krisenmanangment der Bundesregierung gehört die gesamte Veranstaltungsbranche“, so Christoph Wilhelm,sachkundiger Einwohner für AUF im Kulturausschuss. „Das betrifft etwa zwei Millionen Menschen, mit einem Umsatz von 130 Mrd. Euro vor Ausbruch der Corona-Pandemie. TUI steigt mit Milliarden im Gepäck nach oben, Lufthansa und andere Großkonzerne werden mit Riesensummen bedacht. Aber die Künstler und Veranstaltungstechniker sollen mit der Pespektive Arbeitslosengeld und Hartz IV ihr Dasein fristen. Das ist eine bewusste politische Entscheidung, gegen die ich entschieden protestiere.

schule corona imageDie Landesregierung NRW muss das Verbot der Klassenteilungen zurück nehmen! Es ist ein Affront gegen das sehr konstruktive Solinger Modell für die Klassenhalbierung an den Schulen“ so Jan Specht, Stadtverordneter für AUF Gelsenkirchen. „Monatelang lässt man die Städte und Schulen völlig allein, und wenn sie selbst aktiv werden, bremst man sie noch aus. Was für ein Fiasko! Das Bildungsministerium (nicht nur in NRW) versagt hier völlig! Es ist offensichtlich weder in der Lage noch willens, die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu schützen. Das Märchen davon, dass das Corona-Virus Kinder verschont, platzt gerade.

HerbstdemoSeit 2004 sind die Montagsdemos aus ganz Deutschland das soziale Gewissen auf der Straße. Die diesjährige bundesweite Herbstdemo findet mit drei dezentralen Demonstrationen in Düsseldorf, Stuttgart und Berlin statt. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen für Arbeits-- und Ausbildungsplätze und Umweltschutz, für gleiche Löhne und Renten in Ost und West, für den Kampf gegen die Rechtsentwicklung der Regierung.

Für die gemeinsame Anfahrt aus Gelsenkirchen mit öffentlichen Verkehrsmitteln treffen wir uns um 10 Uhr am Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Alle, die eine Rechnung mit der Regierung offen haben, sind auf antifaschistischer Grundlage herzlich eingeladen, mit uns zu demonstrieren – natürlich unter Corona-Schutzbedingungen mit Mund-Nasenschutz. Zur Auftaktkundgebung in Düsseldorf ist der Treffpunkt 11.30 Uhr, Friedrich Ebert Str. 34 – 38.

Die nächste 722. Montagsdemo in Gelsenkirchen ist am 12.10.2020 ab 17.30 Uhr auf dem Neumarkplatz. Alle Interessierten sind jetzt schon herzlich eingeladen, über die aktuellen Themen am offenen Mikrofon mit zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht der Kampf um Arbeits- und Ausbildungsplätze. Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung – nicht mit uns!

Montagsdemo 14920 2Eine Wahlauswertung auf der Straße – das weckte am 14.9. Interesse unter den rund 50 Teilnehmern der 721. Montagsdemo und Zuhörern in den umliegenden Cafés. Ein Glückwunsch ging an AUF Gelsenkirchen, das Wahlbündnis wird mit Jan Specht im Rat, Willi Mast in der Bezirksvertretung Süd und vielen neuen Mitstreitern seine unbestechliche Politik fortsetzen.

Stefan Engel, MLPD ging auf die große Schlappe für die SPD und CDU in NRW mit enormen Stimmenverlusten ein. Das zeigt, wie unzufrieden viele Leute mit der Politik sind. Zu Recht! Der Strukturwandel ist gescheitert, Arbeitsplätze wurden im großen Stil vernichtet, die Politik der verbrannten Erde von RAG und anderen Unternehmen hinterließ verseuchte Industriebrachen. Diese müssten erst mit hunderten Millionen saniert werden, was aber nicht auf Kosten der Betreiber passiert. So verhindern große Unternehmen auch, dass diese Flächen für die Unternehmensansiedlungen und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Ruhrgebiet zur Verfügung stehen. Für diese ganze Politik sind die Monopole verantwortlich samt der Parteien, die als ihre willfährigen Helfer fungieren. Vor 40 Jahren hatte Gelsenkirchen noch 120.000 Industriearbeitsplätze, heute noch 8.000! Der Kampf um Ausbildungs- und Arbeitsplätze steht ganz oben auf der Agenda der Montagsdemo!

Jensen JohannaKommen sie zum 2. Erörterungstermin am Donnerstag, 20.8 um 09 Uhr, Emscher-Lippe Halle!

Johanna Jensen (32), Kandidatin in der Resser-Mark für AUF-Gelsenkirchen (Alternativ, Unabhängig, Fortschrittlich) informiert: „Ich setze mich aktiv gegen die legalisierte Volksvergiftung der Bevölkerung Gelsenkirchens und Umgebung ein. In diesem Sinne werde ich mich kritisch an dem 2. Erörterungstermin der Bezirksregierung Münster zur Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch beteiligen.