Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,
in die Freude über die Übernahme durch Klesch stimmt AUF nicht unkommentiert ein. „Es gibt keinen Grund, dankbar und unterwürfig zu sein,“ äußerte sich Jan Specht, Stadtverordneter, in der Ratssitzung am 26.3.2026.
AUF Gelsenkirchen bekräftigt ausdrückliche Solidarität mit den Beschäftigten bei BP
Die Zukunft wird zeigen, was das für die Arbeits- und Ausbildungsplätze bedeutet. Die Klesch-Gruppe macht keine Zusagen, was nach 12 Monaten aus den Arbeitsverträgen wird.
Es geht es um fast 2000 Beschäftigte bei BP und ihre Familien, weitere 1500 aus anderen Betrieben, die dort arbeiten, plus die Jugendlichen in der größten Ausbildungswerkstatt. IGBCE-Vertreter fordern ein klares Bekenntnis „zu den Standorten, zu den Beschäftigten und zu den bestehenden Tarifverträgen. Tarifliche Leistungen müssen vollständig erhalten bleiben, und es braucht verlässliche Investitionszusagen für die Zukunft der Raffinerie“, sagt Thomas Steinberg, Leiter des IGBCE Bezirks Gelsenkirchen. Das unterstützt AUF Gelsenkirchen. Die Raffinerie wird gebraucht, Investitionen in umweltfreundliche Produkte statt der Verbrennung von Öl sind nötig! AUF Gelsenkirchen fordert seit langem die Umstellung der Produktion für nachhaltige Produkte und regenerative Energien.
Eine wirklich sichere Zukunftsperspektive gibt es weder mit BP noch Klesch. Die Gruppe um den US-Milliardär Gary Klesch steht in Kritik, Unternehmen zu übernehmen, um das Maximale an Gewinnen herauszupressen und sie dann wieder abzustoßen. Es ist nicht der eine oder andere Kapitalist der Bessere. Was von der Klesch Gruppe zu erwarten ist, lassen ihre Klagen gegen Übergewinnsteuer in drei Ländern ahnen – für Summen in zweistelliger Millionenhöhe. Der Sitz in Malta ist für Profite gut gewählt. Man kann sich schon ausmalen, was das für den städtischen Haushalt und die Finanzen bedeuten wird. Gewerbesteuerrückforderungen von BP sind ja lebhaft in Erinnerung.
Die BP-Geschäftsleitung zieht den Verkauf durch – und will Kritiker kalt stellen: So verweigerten Werksschützer einem Filmteam des Westdeutschen Rundfunks am Ein- und Ausgang des Werks in Scholven Dreharbeiten und Interviews mit den betroffenen Beschäftigten. Ein kritisches Flugblatt der MLPD sollte nicht verteilt werden dürfen, Werksschützer attackierten einen 65-jähriger Verteiler körperlich.
Es kommt auf uns an! Die Belegschaft, die Gewerkschaften und die Bevölkerung in der Region sollten sich also auf Kampf einstellen, wie auch in verschiedenen anderen Branchen – das hat Perspektive! AUF hat klare Vorstellungen davon: Keine Vernichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen – Kampf um jeden Arbeitsplatz! Verteidigung und Ausbau der Tarifbindung! Investitionen in Umweltschutz und Arbeitssicherheit!
Von den steigenden Energiekosten ist die Chemie-Branche besonders betroffen. Bei Evonik sollen tausende von Arbeitsplätzen abgebaut werden. Hinzu kommt der eskalierende Krieg im Nahen Osten, der durch faschistische Kriegstreiber in den USA und Israel ausgelöst wurde. Mit den explodierenden Öl- und Gaspreisen droht jetzt ein tiefer Einbruch der gesamten Weltwirtschaft – oder gar die Ausweitung zu einem Weltkrieg. Wir von AUF sagen: Alle friedliebenden Menschen sind herausgefordert, gegen den Faschismus und gegen die offenen Kriegsvorbereitungen aufzustehen. Nächste Gelegenheit ist dafür der 1. Mai.
Eine würdige Gedenkfeier für die Kämpfer und Opfer der Roten Ruhr Armee
fand am Friedhof Horst-Süd statt. Beteiligt waren antifaschistische Kräfte und Organisationen. Die aktuelle Bedeutung des gemeinsamen Kampfs gegen Krieg und Faschismus wurde in mehreren Redebeiträgen betont. Nichts ist vergessen, niemand ist vergessen, daran erinnert auch ein Kranz mit roten Nelken und Blumen an der Gedenkstätte.
Protest gegen wachsende Jugendkriminalität
Viele Ückendorfer haben die Nase voll von der zunehmenden Jugendkriminalität und fordern die Stadt auf konsequent dagegen vorzugehen. Sie organisierten mutig eine Protestaktion vor dem Hans-Sachs-Haus. „Damit wir das gleich klarstellen“, sagte eine Sprecherin im Ausschuss für Ordnung und Prävention, „ich selbst bin eine Migrantin und das ist auch keine Sache von Ausländern“ – und nahm damit gleich der AfD den Wind aus den Segeln. Sven Sewzik stärkte ihnen als sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen im Ausschuss den Rücken.
Volkshaus Rotthausen als neuer Standort für eine 4-zügige Grundschule.
Darüber wurde im Bildungsausschuss am 12.3. berichtet. Die General-Planung liegt bei der SSP AG Bochum, die Denkmalpflege ist einbezogen. Zu klären sind noch Schäden am rechten Seitentrakt des Volkshauses (Wasserunterspülung des Untergrunds durch Rohrbruch) und das insgesamt etwas instabile Backstein-Fundament. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant. AUF sieht in dieser Planung einen späten Erfolg des jahrelangen Kampfs um das Volkshaus und setzt sich dafür ein, das erneuerte Volkshauses auch wieder für soziale und kulturelle Aktivitäten im Stadtteil zu nutzen.
Bei der Vorstellung der noch relativ neuen Grundschule Ebersteinstrasse wurden die großen pädagogischen Herausforderungen deutlich – 29 Nationalitäten, ein großer und stark wachsender Förderbedarf, und noch sehr junges Team von Lehrer/innen. Angesichts der Probleme bei der Einrichtung der offenen Ganztagsschulen sollte hier wie auch an anderen Schulen ein regulärer gebundener Ganztagsunterricht eingerichtet werden.
Gesundheit in GE: Eine interessante Diskussion wird mit dem „Basis-Gesundheitsbericht“ der Verwaltung angestoßen. Was zu erwarten war: Unsere Stadt ist bei vielen Gesundheitsdaten Schlusslicht oder auch „Spitzenreiter“ in NRW – als Folge von wachsender Armut und hoher Arbeitslosigkeit. Deutlich wird, dass die Prävention künftig eine viel größere Rolle spielen muss und dass dabei auch neue Wege und Lösungen gebraucht werden.
Die Beträge und Anfragen von Dr. Mast von AUF Gelsenkirchen im Gesundheitsausschuss, zum Beispiel zur Bedeutung von Gesundheits-Kiosken, vor allem in benachteiligten Stadtteilen, zur hohen Säuglingssterblichkeit und zu einer besseren kinderärztlichen Versorgung stoßen auf Interesse. Die AfD schoss ein Eigentor – mit ihrem Haushaltsantrag, die Kosten für niedrig-schwellige Beratungsangebote in den Stadtteilen ganz zu streichen. Offensichtlich fehlt nicht nur die Sachkenntnis, sondern auch der Wille, für benachteiligte Mitbürger/innen etwas zu bewegen – von wegen Partei der kleinen Leute …
Die erste AUF-Diskussionsrunde zum Thema Gesundheit stieß auf großes Interesse. Alle interessierten Mitbürger sind eingeladen, sich zu beteiligen. siehe www.auf-gelsenkirchen.de
GE-putzt…
dazu hat auch AUF eine Initiative ergriffen in Rotthausen. Mehr als 20 engagierte Personen haben an der diesjährigen Aktion „GE-putzt“ teilgenommen. Besonders erfreulich war die Teilnahme vieler Kinder und Jugendlicher, die sich mit großem Einsatz für eine saubere Umwelt stark gemacht haben. Auch neue Gesichter waren dabei, die sich erstmals aktiv eingebracht haben.
Angesichts der erschreckend großen Menge an Müll sowie der zahlreichen Meldungen über die App „GE-meldet“ wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig solche Aktionen sind. Der geäußerte Satz „Das müsste man jeden Monat machen“ spiegelt genau die Erfahrungen wider, die an diesem Tag gesammelt wurden. Die Aktion hat erneut gezeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement für ein sauberes und lebenswertes Umfeld ist.
Für den festen Zusammenschluss für den Weltfrieden hatte das Internationalistische Bündnis ergänzend zum traditionellen Ostermarsch aufgerufen. Kritisiert wurde der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran, der die Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs heraufbeschwört. In Kritik steht auch die Politik der Bundesregierung. Dr. Willi Mast von AUF kritisierte die gigantische Aufrüstungspolitik auf Kosten der Masse der Bevölkerung. Hashem Qasem und Mahmoud Atiq von der Gruppe „Palästina muss leben!“ brachten den Protest gegen den anhaltenden Genozid in Gaza und gegen das rassistische Hinrichtungsgesetz gegen Palästinenser ein. Eindrucksvoll international zusammengesetzt wurde auf dem Neumark diskutiert, gesungen und getanzt, und 754 Euro Spenden für das Al Awda-Krankenhaus gesammelt.
Mc Carthy Ära in GE? Jan Specht, Stadtverordneter für AUF Gelsenkirchen berichtet, dass sich ein Gelsenkirchener Bürger mit einer haarsträubenden Angelegenheit an ihn wandte: „Er lebt seit Jahren in Deutschland und hat die Einbürgerung beantragt. Nun droht ihm die Einbürgerungsstelle Gelsenkirchen in einem Schreiben vom 5. Februar 2026, seinen Antrag abzulehnen, da er zusammen mit einem anderen US-Amerikaner am 8. November 2024 dem Onlineportal RoteFahne News ein Interview zum Amtsantritt von Donald Trump gegeben hat. Es wäre doch verrückt, wenn ein US-amerikanischer Demokrat in Deutschland keine freie Meinungsäußerung zu Donald Trump haben soll – auch gegenüber linken Medien.“ AUF steht solidarisch an der Seite von Owen Franke für die Durchsetzung seiner Einbürgerung.
Solidaritätsadressen können geschickt werden an buero@auf-gelsenkirchen.de
Müll-Sandal Grimberg Halde: Bis zu 70 Mio. werden die Folgen von skrupellosen Müllgeschäften die Stadt noch kosten. Darin verwickelt: die RWE, Remondis, unzählige Anlieferer an die illegale Müllkippe und die inzwischen bankrotte Müllfirma Becker. Dazu gehört auch das Versagen der Aufsichtsbehörden. Das ganze ist ein Parade-Bespiel für die profit-bestimmte kapitalistische Müllpolitik, mehr unter www.auf-gelsenkirchen.de
Termine:
- Zum vormerken und mitmachen: AUF-Infostand am 18.4. ab 11 Uhr, Preuteplatz
- Gartenversammlung mit Kaffee und Kuchen 25.4. um 15 Uhr Schulz-Briesen-Str. 3
- AUF beteiligt sich beim traditionellen Skat-Turnier am 26.04. ab 14 Uhr und dem Fest 40 Jahre Arbeiterbildungszentrum. Ort: Schacht 3, Koststr. 8 in GE-Horst
- Kommt zum kämpferischen Auftakt am 1. Mai ab 9.30 Uhr auf dem Margarethe-Zingler-Platz, ab 10 Uhr interreligiöse Andacht, danach Mai-Demonstration und im Anschluss Familienfest im Stadtgarten
- Kommt zum AUF-Brunch und zur anschließenden Bezirksversammlung AUF Mitte am 17. Mai, 10.30 bis 12.30 Uhr, Treff International, Hauptstr. 40.
Eure Vorstandssprecher Willi Mast, Martina Reichmann und Frank Schmitz
| Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen Schmalhorststr.1c, 45899 Gelsenkirchen – Telefon 0157 35 65 40 65, buero@auf-gelsenkirchen.de www.auf-gelsenkirchen.de V.i.s.d.P. Martina Reichmann, Laarmannshof 16, 45883 Gelsenkirchen – Alle Fotos AUF GE |



