AUF-Pressemitteilung zum „Deponie-Drama“ Emscher-Bruch

Dieses Drama um die Emscher-Deponie war schon länger vorauszusehen: statt Recycling von Rohstoffen wird munter weiter Müll produziert, den keiner vor seiner Haustür haben will. Anwohner sind die unmittelbar Leidtragenden, wurden sie doch stets vertröstet mit dem Ende der Deponie. Und wer glaubt heute schon an Versprechen der Parteien, die z.B. vor der Kommunalwahl falsche Versprechen wie „die Deponie geht in Rente“ für ihre Wiederwahl nutzen wollten.

Ob Bundes- oder Landesregierung: Mit einer verschärften Deponieverordnung wird die Produktion von Abfall wie Bauschutt, Plastik-Verpackungen, Verbrennungsrückständen usw. nicht angetastet. Priorität hat stets die Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre der Industrie. Der Steuerzahler wird nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich durch wachsende Müllberge und Verbrennungsrückstände belastet. Die informative Chronik zur Müll-Deponie Emscher-Bruch in der WAZ zeigt das ganze Dilemma einer verfehlten Müllpolitik.  Positive Schritte gibt es allenfalls in der Wiederverwendung von Baustoffen aus Abrisshäusern, mit der Einrichtung von Reparatur-Cafés sowie der Biotonne.  

Es wird Zeit für ein gesamtgesellschaftliches Umdenken: Müllvermeidung, eine Ressourcen-schonende, Recycling-fähige Produktionsweise, eine allseitige Kreislaufwirtschaft und die Umstellung auf 100 % erneuerbare Energie – das schafft zahlreiche nachhaltige Ausbildungs- und Arbeitsplätze – und schont das Klima und die Gesundheit. Dafür lohnt es sich zu engagieren!

Von Dagmar Brettschneider, Mitglied im Umweltausschuss als Sachkundige Einwohnerin für AUF