ABC-Klassen – einige kritische Anmerkungen 

Im Bildungsausschuss der Stadt wurde über die Einführung von ABC-Klassen informiert. Große Einigkeit herrschte, dass Sprachförderung das A und O ist, um allen Kindern einen erfolgreichen Start in der Schule zu ermöglichen. Kritisiert wurde, dass nach den Plänen der Landesregierung erst ein Jahr vor der Einschulung damit begonnen werden soll. 

“Sprachförderung braucht es ab dem 3. Lebensjahr und zwar in den bestehenden Kindergärten/-tagesstätten. Es ist doch eine lebensferne Schreibtischkonstruktion, 5-jährige Kinder zweimal in der Woche für zwei Stunden aus ihren Einrichtungen in fremde Gruppen zur Sprachförderung zusammenzuführen,” so Eva Wanneck, sachkundige Einwohnerin für AUF Gelsenkirchen.

Berechtigt merkte die Bildungsdezernentin Anne Heselhaus, an, dass das Land gut daran getan hätte, sich zuvor mit den Schulträgern vor Ort zu beraten. Zumal auf die Kommunen mit der Organisierung von Räumen und Transport der Kinder erhebliche zusätzliche Belastungen zukommen. 

Mit freundlichen Grüßen
Eva Wanneck