AUF steht für » Kommunalwahl-Nachlese 2009

Veröffentlichungen und Presseerklärungen

AUF Gelsenkirchen zur Kommunalwahl 2009

AUF geht mit vielen neuen Mitgliedern, Kompetenz und Zusammenhalt in die nächste Runde der Kommunalpolitik.
Wir bedanken uns bei allen alten und neuen Mitgliedern und bei allen Helfern. Wir gratulieren Monika Gärtner-Engel den Sitz im Stadtrat und Willi Mast für den Sitz in der Bezirksvertretung Süd mit unser aller Verpflichtung, die beiden Einzelmandatsträger bei ihren Sitzungen zahlreich zu unterstützen.
Die CDU erhielt mit einem Stimmenverlust von 20% eine historische Wahlniederlage, ihr schlechtestes Wahlergebnis für ihren Kandidaten der West LB - Nörbert Mörs - der einen überheblichen Vertreter der Banken und Heuschrecken darstellte.
Die SPD ist mit 50,4 % im Stadtrat und 63,9 % Stimmen für OB Baranowski. der Wahlsieger und hat die absolute Mehrheit erreicht. Das Konzept de OB Baranowski als „Schwiegermutter Liebling“ ging auf. Das zeigte sich auch daran, das er als OB Kandidat mehr Stimmen erheilt als die SPD als Partei. Norbert Mörs als Kandidat war quasi Wahlwerbung für die SPD. Daher entschieden sich viele das kleinere Übel zu wählen. Mit ihrer absoluten Mehrheit und den 34 Sitzen im Rat. Ist die SPD die Hauptverantwortliche, die die drastischen Kürzungen gegen die Bevölkerung durchsetzen zu müssen. Das steht im Widerspruch zu den Versprechen der SPD und zu den Erwartungen der Wähler, die hofften, das kleinere Übel gewählt zu haben. Das die FDP erstmalig nach 20 Jahren wieder Fraktion wird hat vermutlich damit zu tun das zahlreiche CDU Wähler sich entschieden angesichts des Kandidaten lieber FDP zu wählen.
Die Grünen bekamen 6,4 % und verloren gegenüber 2004 0,4 %. Aufgrund ihrer parlamentarischen Arbeit in den letzten 5 Jahren haben sie ihre Rolle als Protest- und Umweltpartei in Gelsenkirchen verspielt. Aber auch hier hat mit der Wahl ein Generationswechsel stattgefunden, der Zusammenarbeit in Einzelfragen denkbar macht.
Die Linke Alternative wurde für ihre Schlammschlachten abgewählt und versinkt in der Bedeutungslosigkeit hat uns aber Stimmen gekostet.
Die Linke, Nachfolgerin der PDS, kam auf 5,5 %, in Stimmen gegenüber 3 % der PDS im Jahr 2004. Das entspricht in keiner Weise der von ihr geleisteten Arbeit. Die Linkspartei wurde in den Medien gegenüber AUF deutlich bevorzugt und als ”die linke Opposition” behandelt. ”Links wählen” heißt für zahlreiche Leute ”Linkspartei” wählen. Ihr Wahlziel von 10% +x hat sie jedoch deutlich verfehlt.
Einen großen Zuwachs erhielt die BIG mit 3,7 %, 3307 Stimmen und zwei Sitzen, die sich kurz vor der Kommunalwahl gründete und besonders unter Migranten enormen Zulauf erhielt. Auch sie hatten allerdings deutlich mehr erwartet. Sie erhielten die Stimmen aufgrund der Arroganz der Etablierten Parteien gegenüber den Migranten. Für AUF Gelsenkirchen heißt das Migrantenarbeit zu machen und Zusammenarbeit in Einzelfragen zu prüfen. Es ist empörend, dass ”Pro Gelsenkirchen” mit 3 Sitzen in Fraktionsstärke in den Rat einzieht und aus Steuergeldern ihre ultrareaktionäre Politik gefördert wird. Sie profilieren sich als Protestpartei gegen Linke und Moslems. Das ist ernst zu nehmen und erfordert weitere überzeugende Angriffe auf ihre ultrareaktionäre Politik. Die Stimmen für die rechten Parteien nahmen insgesamt aber um ein Viertel ab. 2004 erhielten Republikaner 3500 und die PBP 1100 Stimmen. 2009 erhielt Pro NRW 3500 Stimmen.

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Ergebnisse der Umfrage beim AUF-Stand am Horster Markt - Mittwoch 02.09.2009

AUF Gelsenkirchen verteilte die kurze Einschätzung der Wahlen und befragte die Leute nach ihrer Meinung. Mehrfachmeinungen:

  • Etwa 15 bemerkten positiv und anerkennend, dass AUF die einzigen sind, die vor, aber auch nach den Wahlen noch da sind
  • Etwa 10 Leute sagten pauschal und zum Teil triumphierend, sie finden es super, dass die SPD so gut abgeschnitten hat.
  • Etwa 10 weitere sagten, dass sie die SPD immer noch besser finden als die CDU.
  • 20 weitere sagten, sie waren überhaupt nicht bei der Wahl und es interessiert sie auch nicht.

Weitere Meinungen im Einzelnen:

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Kleiner Wahlkampfrückblick mit Geschichten

von Monika Gärtner-Engel
30.8.09

Ein besonderes Highlight in unserem Wahlkampf waren die Plakate: bunt, politisch und durchgestylt von unserem bewährten Grafiker in Kombination mit einem jungen und rebellischen Fachmann. Auch an das Foto von mir machte sich eine junge Power- Fachfrau. Eines Morgens kam ich aus dem Schwimmbad, in Räuberzivil - und wieder einmal hatte ich die Haarbürste vergessen. Mit meinem Fahrrad stehe ich an der Fußgängerampel, gegenüber an der Laterne hängt ein Plakat von mir. Neben mir ein junger, knackiger Mann, durchtrainiert, Ohrringe, gut aussehend. Er schaut auf das Plakat, schaut auf mich, stellt fest: das sind ja sie! Er fragt nach auf Gelsenkirchen, wir kommen ins Gespräch. Die Ampel wird grün und im weggehen schaut er noch einmal aufs Plakat, noch einmal auf mich, lacht und meint: ... ist aber auch wirklich vorteilhaft fotografiert!

Ein großer Erfolg war auch unsere Losung: "Zwei Engel für Horst!". Viele stutzen erst einmal, wer sind die Engel? Ein Mann dagegen stutzt auch, wundert sich aber gar nicht über die Engel, sondern fragt: und wer ist Horst?

Sehr angetan von dem Slogan "Zwei Engel für Horst" ist übrigens auch mein Fensterputzer. Warum? Er heißt Horst Michels! So bekommen die 2 Engel für Horst für jeden eine ganz persönliche Bedeutung!

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Rückblick und Ausblick

Mit Rückblick auf den Wahlkampf und in Auswertung des Wahlergebnisses erklärt Monika Gärtner-Engel von AUF-Gelsenkirchen:
„Natürlich gefällt uns das Wahlergebnis nicht, im Großen und Ganzen ist der Ausgang sehr schade und entspricht nicht der Qualität unseres Wahlkampfes und der Arbeit der letzten Jahre. So ärgerlich das Wahlergebnis für AUF ist, so vielschichtig ist dennoch das Gesamtbild zu beurteilen:

  • Gegenüber der letzten Wahl sind die Kräfte links von der SPD in der Summe von vier auf fünf Sitze angestiegen.
  • Empörend sind die drei Sitze für Pro GE. Dennoch sind in der Summe die Sitze rechts von der CDU von fünf bei der letzten Wahl (3 REP, 1 WIR, 1 BIP) auf drei gesunken.

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Grüner Wahlk(r)ampf

Selten ist AUF-Gelsenkirchen solidarisch mit der FDP, das absolut unterste Niveau der grünen Kommentierung anderer Wahlplakate im Allgemeinen und der der FDP im Besonderen ist allerdings unvereinbar mit einem einigermaßen zivilisierten Wahlkampf.

„Was ist schon von einer Partei zu erwarten, deren Kandidaten hauptsächlich auf Kosten anderer im Internet der Selbstdarstellung frönen, anstatt mal hinauszugehen und sich um die Belange der Bürger vor Ort zu kümmern“ meint Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF-Gelsenkirchen und OB-Kandidatin und amüsiert sich, wie Herr Matzkowski dem auffälligen Grünschnabel nicht in die Schranken weist, sondern sich als Gralshüter eines hohen Niveaus an Streitkultur aufspielt.

"Schließlich hat Herr Matzkowski selbst ein ätzendes und beleidigendes Niveau als Standard im Rat eingeführt und geprägt; ich erinnere mich noch lebhaft, wie er mich mit einem trotz abgeschlagenem Kopf noch gackernden, aber demnächst verblutenden Huhn verglich! Matzkowski ist also durchaus Lehrmeister in Sachen unterster Schublade!“, erklärt Monika Gärtner-Engel abschließend.

Monika Gärtner-Engel

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