Aktuelles
Unheilige Allianz von Thilo Sarrazin, Junger Freiheit und - CDU Horst
Die gesamte demokratische Öffentlichkeit empört sich – berechtigt – über Thilo Sarrazin. Es wundert wenig, dass faschistoide Kräfte wie die "Junge Freiheit" (JF) ihn begeistert feiern. Fassungslos ist man jedoch vor dem Schaukasten der CDU in Horst: dort wird ebenfalls begeistert für das Buch von Sarrazin geworben, JF Chefredakteur Dieter Stein zitiert, dass das Buch "ins Schwarze getroffen" habe. Sarrazin wird von der CDU Horst eine "umfassende Lageanalyse der deutschen Politik" bescheinigt und zustimmend verwiesen auf die von ihm vorgeschlagenen "drakonischen Maßnahmen, wie Deutschland das Ruder herumreissen kann". Empfohlen wird weiterhin, das Buch von Sarrazin gemeinsam mit dem neuen Buch des JF Autors Hinz zu bestellen mit dem beziehungsreichen Titel "Die Psychologie der Niederlage; über die deutsche Mentalität".
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Ein Urteil nicht im Namen des Volkes...
„Es ist absurd und nicht hinnehmbar, dass Verbreitung von rechtsnationalistischem Gedankengut per Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen „rechtlich“ wird“ so AUF Vorstandssprecher Willi Mast. Was sind Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ anderes als Rassismus? Dazu braucht es keinen Zusatz- das spricht für sich. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Verbreitung von rechtsradikalem Gedankengut ist aber laut Grundgesetz bereits verboten. Warum masst sich das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen an, sich über das Grundgesetz zu stellen? Und das in einer Stadt wie Gelsenkirchen, in dem Menschen aus 163 verschiedenen Nationalitäten arbeiten und leben.
Auch dem Richter Volker Berkel sollte nicht entgangen sein, dass die NPD – um dessen Auflagen es bei ihrem sogenannten Informationsstand ging – längst verboten wäre, wären nicht „Verfassungsschutzmänner“ so eng mit dieser faschistischen Organisation verbandelt. Wie kommt er dazu, ihnen dennoch „Meinungsfreiheit“ zu zu gestehen, statt mit dem Verbot der Verbreitung rechtsradikaler Parolen vielmehr die Gründe für ein grundsätzliches Verbot dieser Organisation zu fördern?!
Im Namen das Volkes ist dieses Urteil jedenfalls nicht. Die Mehrheit der Bevölkerung Gelsenkirchens ist antifaschistisch und wird dies auch in Zukunft entschieden zum Ausdruck bringen.
Vorstand von AUF Gelsenkirchen
i.A. Willi Mast
Proteste gegen Pro NRW - ein gelungener Tag!
Die faschistoide Gruppierung "Pro
NRW" organisierte seit Freitag, den 26.3., in verschiedenen
Ruhrgebiets-Städten Provokationen "gegen Moscheen". Es
kamen meistens nur 20 bis 30 ihrer Anhänger. In jeder Stadt stellten
sich Hunderte Gegendemonstranten entgegen. Seit vor zwei Jahren "Pro
Köln" mit einem so genannten "Anti-Islamisierungskongress"
in Köln provozieren wollte und die NPD im Februar europaweit zu
einer Demonstration nach Dresden mobilisiert hat, ist bei immer mehr
Antifaschisten die Überzeugung gereift, diesen Kräften nicht die
Straße zu überlassen.
Protest gegen die Berichterstattung in der WAZ vom 29.3.2010 über die Proteste gegen Pro NRW
Als verantwortlicher Versammlungsleiter der Kundgebung und des Umzugs von AUF-Gelsenkirchen gegen Pro NRW am Samstag, 27.03.10, protestiere ich gegen die äußerst einseitige und falsche Berichterstattung unter der Überschrift „Nur Contra für Pro“ in der WAZ-Druck-Ausgabe vom 29.3.2010.
Antifaschistische Kundgebung vor der Moschee in in Gelsenkirchen-Horst...
... und Protest gegen die „Anti-Minarett-Konferenz“ von Pro NRW
25-30 Teilnehmer zählte die
antifaschistische Kundgebung am 26.03.10 vor der Moschee in der
Fischerstraße in GE-Horst von 10 bis 13.30 Uhr. Diese Kundgebung
wurde gemeinsam von AUF Gelsenkirchen, Gelsenzentrum e.V. und MLPD
Gelsenkirchen durchgeführt. Wir brachten unsere Solidarität mit den
Moschee-Besuchern zum Ausdruck.
Am offenen Mikrofon wurden viele
Beiträge gehalten. So sprach das AUF-Mitglied und ehemaliger
Bergmann Fritz Henke, der 33 Jahre unter Tage auf Nordstern
gearbeitet hat, über die Erfahrungen als die ersten Bergleute von
der RAG aus der Türkei angeheuert wurden. „Anfangs gab es auch
Skepsis, aber wir sind in der Arbeit fest zusammengewachsen, da
konnte sich jeder auf jeden verlassen“, so Fritz. Andreas
Jordan vom Gelsenzentrum berichtete über die bürokratischen Hürden
der Stadt und die Behinderungen beim Verlegen von „Stolpersteinen“,
in das Gehwegpflaster eingelassene Gedenksteine, die an den Terror
der Hitler-Faschisten erinnern sollen. Friderike Salamone berichtete,
wie wir mit AUF International an der Wahl zum Integrationsrat
teilgenommen haben. Bedanken möchten wir uns auch bei Nümmes,
Liedermacher aus Berlin, der unsere Kundgebung mit internationalen
und antifaschistischen Liedern begleitete.
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