Schönwetterbericht zu den Arbeitslosenzahlen
„So sehr ich mich über das schöne Sommerwetter freue, so wenig mag ich Schönwetterberichte über die Entwicklung am Arbeitsmarkt,“ kommentiert AUF-Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel die aktuellen Berichte über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Das angebliche Jobwunder – sinkende Arbeitslosenzahlen mitten in der Weltwirtschaftskrise – gingen hauptsächlich auf die Ausdehnung der Teilzeitarbeit zurück und seien verbunden mit einer Explosion des Niedriglohnsektors. Verschleiernd wirke auch die verdeckte Arbeitslosigkeit durch Menschen, die in Weiterbildung-/Trainingsmaßnahmen sind, ebenso neue statistische Vorgaben, dass Menschen im Moment ihrer Überführung zu privaten Vermittlern nicht mehr als arbeitslos in der Statistik auftauchen.
Kritisch müsse in diesem Zusammenhang auch auf die geplanten Umverteilungsmaßnahmen der Bundesregierung hingewiesen werden, die Qualifikationsmaßnahmen der Bundesanstalt drastisch einschränken wolle.
Die wichtigste Forderung, so AUF Gelsenkirchen, besteht nach wie vor in dem Erhalt und der Schaffung neuer Vollzeitarbeitsstellen mit ausreichender Bezahlung. Stattdessen vernichte die Stadt weiterhin Arbeitsplätze wie durch das Haushaltssicherungskonzept, nach dem jede zweite frei werdende Stelle bei der Stadt nicht mehr besetzt werden soll.
Mit freundlichen Grüßen,
Monika Gärtner-Engel












