... und die Angestellten lässt man ins Haushaltsloch blicken!
Das „Dilemma“ des OB zu den Tarifverhandlungen sieht Monika Gärtner-Engel, Stadträtin für AUF-Gelsenkirchen, durch die Realismus–und–Beschäftigten-Brille:„Wenn Herr Baranowski eine 5%ige Lohnerhöhung von 1,2 Mio Euro ausrechnet, hat er dabei nur die Sichtweise des „Arbeitgebers“ und nicht der Beschäftigten – sprich: den Reallohnabbau der letzten Jahre - berücksichtigt. In den letzten 10 Jahren stiegen die Tarife gerade mal um 17%. Immer wieder erreichten uns Klagen über personellen Engpässe und Unterbezahlung, letztendlich auch zu den Auswirkungen derselben auf den Bürger. Durch den letzten Tarifvertrag im öffentlichen Dienst hat sich die Situation sogar noch verschärft, weil Neubeschäftigte viel weniger verdienen als Altbeschäftigte.
Darüber hinaus stört mich der komplette Ansatz seiner Überlegungen: Wer wenig Geld hat, muss sehen, für was er es ausgibt. Wie kann man den Konsum beschwören und gleichzeitig die Löhne und Einkommen einfrieren oder real sogar abbauen? Wie kann es sein, dass Schutzschirme für Konzerne und Banken mit finanziert werden und gleichzeitig lässt man die eigenen Angestellten bei Tarifverhandlungen ins Haushaltsloch blicken? Gelsenkirchen ist schließlich nicht wegen der Lohnausgaben in der Bredouille und ein Sparen an denjenigen, die die Mangelwirtschaft Tag für Tag umsetzen müssen, ändert daran letztendlich auch nichts.“
Monika Gärtner-Engel bekräftigt noch einmal die Forderung von AUF, die Stadt möge vorbildlich Arbeitsplätze schaffen, indem die Arbeitszeit verkürzt und voller Lohnausgleich bezahlt wird, Auszubildende einstellen und unbefristet übernehmen und die Löhne erhöhen und somit die verfehlte Haushaltspolitik der Vergangenheit nicht auf dem Rücken der eigenen Mitarbeiter austragen.
Monika Gärtner-Engel












