Persönliche Gedanken zur Gala des MIR
Eine wunderbare Gala.Ovationen für Werner Ruhnau – begeisternd und absolut berechtigt.
Anerkennung für die Stadt – außergewöhnlich angebracht.
Einladung von Prominenz aus Kultur, Politik und Wirtschaft – auf jeden Fall angemessen.
Aber:
Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon -
Wer baute es so viele Male auf?
In welchen Häusern des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
(Brechts Fragen eines lesenden Arbeiters)
Wo blieb die Würdigung der Arbeiter, die dieses Haus gebaut haben?
Waren sie auch eingeladen?
Berichtet wurde über 250.000 Aluminiumplättchen, die zuletzt von Hand an die neuen Fassaden der Balkone geklebt wurden.
Lud man auch diese unermüdlichen Handwerker zur Gala?
All dies eigentlich ein Muss für ein Theater, das ausdrücklich "für das schwer arbeitende Volk" geschaffen wurde.
Erst wenn auch all diese Arbeiter geladen und mit hohem Kulturgenuss geehrt werden, dann sind die Feiern zu 50 Jahre MIR eine runde Sache.
Dann erst kann man - wie Schindowski wunderbar zum Ausdruck brachte – aus vollem Herzen mit dem MIR "Zukunft feiern".
Monika Gärtner-Engel












