Trotz Verbot: Eindringliche und würdige Gedenkveranstaltung für Ruhrkämpfer im Friedhof Gelsenkirchen Horst Süd
Über 130 Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener folgten am 21.8.2010 dem Aufruf von AUF Gelsenkirchen, Gelsenkirchener Freidenker-Verband und Kumpel für AUF zur Gedenkfeier für die ermordeten Ruhrkämpfer des März 1920. Angeführt von Kranz und Blumengebinden sowie einem Banner "Nichts ist vergessen - niemand ist vergessen" begab sich der feierliche Zug zum Mahnmal im Friedhof Horst-Süd, das sowohl der Toten der Roten Ruhrarmee als auch antifaschistischer Kämpfer aus Gelsenkirchen gedenkt.
Würdiges Gedenken für Ruhrkämpfer findet auf jeden Fall statt!
Nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung von AUF, Freidenkerverband Gesenkirchen sowie Kumpel für AUF am 17.8.2010 abgelehnt und dagegen beim Oberverwaltungsgericht Münster am 18.8.2010 Beschwerde eingelegt wurde, erklärt der Vorstand von AUF Gelsenkirchen nach einer a.o. Vorstandssitzung am 19.8.:
Das würdige Gedenken für die Ruhrkämpfer von 1920 am Samstag, dem 21.8.2010 um 14 Uhr findet auf jeden Fall statt. Der Treffpunkt am Friedhof Horst Süd (Parkplatz am Friedhof Horst Süd, Am Schleusengraben, ab 13:30 Uhr) bleibt in jedem Fall. Zu Beginn wird über die dann aktuelle Rechtslage informiert und das würdige Gedenken dementsprechend durchgeführt.
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Warum ignoriert „Gelsendienste“ den Beschluss des Betriebsausschuss?
Nicht nur, dass die Stadt Gelsenkirchen die Gedenkfeier zu Ehren der 1920 gefallenen Kämpfer der Roten Ruhrarmee auf dem Friedhof Horst-Süd unterdrückt.
Bisher wird auch der einstimmige Beschluss des Betriebsausschuss Gelsendienste vom 17.3.2010 ignoriert, in dem es heißt, „das Grabdenkmal zu Ehren der Toten der Roten Ruhrarmee und zum Gedenken an die Opfer des Faschismus zu restaurieren.“ (nachzulesen im Protokoll). Lediglich eine „Reinigung“ wurde durchgeführt, alles andere sei „zu teuer“.
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Podiumsdiskussion: Geschichtsstunde zur Arbeiterkultur und Revolution
Skandal um verbotene Gedenkfeier in Gelsenkirchen
Rund 280 Teilnehmer erlebten eine packende Podiumsdiskussion als Geschichtsstunde der besonderen Art zur Roten Ruhrarmee 1920. Ein Teilnehmer: „Die Diskussion und die Beiträge waren sehr informativ. Es waren die richtigen Leute aufs Podium eingeladen. Ich selbst habe bis jetzt nicht so viel über die Märzrevolution von 1920 gewusst.“Weiterlesen: Podiumsdiskussion: Geschichtsstunde zur Arbeiterkultur und Revolution
Antrag auf einstweilige Verfügung
Als Konsequenz aus dem Versuch der Stadt Gelsenkirchen, die geplante Gedenkfeier für die Gefallenen der Roten Ruhrarmee zu verbieten, haben AUF Gelsenkirchen, der Freidenkerverband und "Kumpel für AUF" einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Darin wird gefordert,
"[...] Dem Antragsgegner im Wege der einstweiligen Anordnung aufzugeben, den Antragstellern die Durchführung einer Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Denkmal für die anlässlich der Niederschlagung des Kapp-Putsches im Jahre 1920 getöteten und ermordeten Kämpfer der „Roten Ruhrarmee“ am 21.08.2010 in der Zeit zwischen 13.45 Uhr und 16.00 Uhr ohne weitere diskriminierende Auflagen zu genehmigen."
Der vollständige Antragstext mit ausführlicher Begründung kann hier herunter geladen werden.












