Rote Ruhrarmee Banner

95 Jahre nach dem erfolgreichen Generalstreik und Aufstand der Arbeiter des Ruhrgebiets gegen den Kapp-Putsch versammelten sich am 28. März 130 Menschen am Mahnmal auf dem Horster Südfriedhof. Sie gedachten des mutigen Kampfes, der gemeinsam vor allem von Berg- und Stahlarbeitern aus SPD, USPD und KPD erfolgreich sein konnte. Schon nach fünf Tagen mussten die Putschisten kapitulieren! 12 Millionen waren es im bisher einzigen Generalstreik auf deutschem Boden. In wenigen Tagen war die „Rote Ruhrarmee“ auf 80.000 Mann angeschwollen. Massenversammlungen mit geschätzten 10.000 fanden auf der Galopprennbahn in Horst statt.

Nach der Flucht der Putschisten verfolgte das Gros der Arbeiter weitergehende Ziele wie die „Sozialisierung“ der Fabriken. Die wieder errichtete SPD-Regierung ging jetzt brutal gegen die Kämpfenden vor und stützte sich dabei sogar auf die Freikorps, die zuvor die Putschisten gegen die SPD-Regierung gestützt hatten. Das war schmählicher Verrat der SPD-Regierung an den Arbeitern und kostete 2000 das Leben.

„Wäre die Lehre der Einheit der Arbeiterparteien aus dem Generalstreik und den Ruhrkämpfen nur später im Kampf gegen den aufkommenden Hitler-Faschismus angewandt worden, dann wäre der Welt unendliches Leid und die Barbarei des 2. Weltkrieges erspart geblieben“, so Monika Gärtner-Engel in ihrer Rede, die auch Bezüge zum heutigen Kampf um Demokratie, Freiheit, Weltfrieden und Sozialismus herstellte.
Die feierliche Veranstaltung umfasste auch Lieder des Ruhrchors und von Peter Reichmann. Feierlich wurde ein Gesteck und viele rote Rosen niedergelegt.