Erneuter Stromausfall führt zur offenen Verbrennung großer Mengen Erdöl-Produkte

jan specht web2Es ist gerade einmal etwas über ein Jahr her, dass im BP-Werk Scholven aufgrund eines Stromausfalls große Mengen abgefackelt wurden. Nun schon wieder. Anscheinend musste zu solchen
Maßnahmen gegriffen werden, um Schlimmeres zu verhindern. Bis nach Marl und Dorsten gab es zahlreiche Beschwerden über Lärm und Gestank und besorgte Anrufe bei der Feuerwehr. Hat BP aus dem letzten Vorfall keine Schlussfolgerungen gezogen? War das Abfackeln notwendig, oder wurden auf diese Weise halbfertige Produkte „entsorgt“?

Giftmuell extra TitelGiftmüll und PCB unter Tage gefährden das Trinkwasser!
Zu diesem Thema ist eine Extra-Ausgabe unserer Zeitung "Steh AUF" erschienen, die hier heruntergeladen werden kann.

160301 Kahlschlag1Eine prächtige Allee - die BREITE STRASSE - war einmal. Trotz aller Kritik von Erlern und Hinweisen zum Erhalt des Baumbestand für unser Stadtklima wurden die grünen Lungen gekillt. Was für ein Hohn für Worte wie notwendiger  Begrünung der Stadt.Entsetzen bei den Bewohnern!
"Städtebauliche Anpassung an den Klimawandel" bedeutet wohl Anpassung an die weitere Zerstörung des Klimas mit Zustimmung der Bezirksvertetung Ost mit SPD Mehrheit.

Leserbrief zum Artikel „Gelsenwasser besorgt wegen geplanter Gasförderung“.

Ich finde die Bedenken von Henning Deters berechtigt, keine Gasbohrungen am Halterner Stausee zuzulassen. Zu recht betont er die potenziellen Gefahren, dass beim Bohren wasserführende Schichten verseucht werden. Der Mann weiß, wovon er spricht. Schließlich war er ja Manager bei Eon-Ruhrgas. Er gibt dem Protest derer Recht, die sich bereits jahrelang für das Verbot von Fracking einsetzen und Bedenken bei der konventionellen Gasförderung äußern. Möglichkeiten für alternative Energieerzeugung gibt es derweil genug. Wasser ist ein Lebensmittel – mit dem darf keiner leichtsinnig umgehen. Unsere Region ist bereits hochbelastet durch Giftmüll und PCB unter Tage.

Eckehard Osimitsch

Scholven view from Haniel slag heap„Die Senkung des Ausstoßes von Quecksilber kann ich nicht erfreut zur Kenntnis nehmen. Tatsache ist doch, dass E.on die Senkung vor allem durch die Abschaltung der Blöcke D, E und F erreichte, auf immer noch äußerst bedenkliche 79 kg im Jahr! Tatsache ist auch, dass E-on - trotz jahrelang sprudelnder Milliardengewinne – bislang keine Veranlassung sieht, Schutzmaßnahmen auf dem neusten Stand der Technik zu treffen“ kritisiert Dr. Willi Mast/AUF.
„Wenn Herr Maaßen (SPD) über 79kg Quecksilber „erfreut“ ist, frage ich mich, welchen Maßstab er anlegt. Denn Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das sich langfristig im Organismus anreichert und bereits in kleinsten Mengen die Gehirntätigkeit und das Immunsystem insbesondere bei Kindern schädigt. Es ist bemerkenswert, wie man sich aus Profitgründen in den Konzern-Etagen und im Bundesumweltamt über die Forderung von Umweltschützern hinwegsetzt, den Ausstoß zu minimieren.“
Schon 2014 brachte AUF dieses drängende Umweltproblem zur Sprache und thematisierte es seither auch im Umweltausschuss. „Jedes Mikrogramm ist zu viel!“, so Jan Specht/AUF aktuell im Umweltausschuss.

Am Samstag 9. April 2016 beteiligen sich Mitglieder von AUF Gelsenkirchen aus Horst wieder bei GEputzt - der größten ehrenamtlichen Aktivität in Gelsenkirchen. Selbstverständlich macht AUF da mit!
Wie bereits in den letzten Jahren werden wir die Strundenstraße zwischen Kranefeld- und Poststraße vom Dreck befreien. Wir treffen uns zum Frühsport der besonderen Art um 7 Uhr an der Strundenstraße/Ecke Poststraße. Weitere fleißige Sammler sind gerne gesehen.

Schon wieder ein Zwischenfall bei BP! Diese Häufung spricht Bände, dass offensichtlich die Betriebsleitung den Laden nicht im Griff hat. Profit vor Sicherheitsstandards?! Wie beim Auslaufen von Kerosin und anderen Unfällen, beim Abfackeln usw. Ich meine, es ist höchste Zeit, in die Sicherheit zu investieren, ob durch mehr Mitarbeiter, Verbesserung der Produktionsverfahren, Erhöhung der Sicherheitsstandards und Kontrollen im Interesse der Belegschaft und der Anwohner.

Peter Reichmann