Am 17.12.2015 berichtete die WAZ "Die Familie Lala soll bleiben".

Dazu schrieb Martina Reichmann folgenden Leserbrief:

"Danke an Frau Ansahl für diesen Artikel! Ich wünsche mir, dass viele Menschen Mut fassen und gegen die unsägliche Abschiebepolitik aufstehen. Gelsenkirchen hat bisher eine sehr engagierte Flüchtlingshilfe gesetzt. Zeigen wir auch jetzt gemeinsam Flagge dagegen, dass Menschen über Nacht abgeschoben werden.
Abschiebungen sind längst Realität und machen betroffen. Wie eine junge Lehrerin an einer Gelsenkirchener Gesamtschule mir letzte Woche berichtete. Da kommt ein Mädchen aus ihrer Klasse morgens unerwartet nicht zur Schule, sie fragt sich, ob sie krank ist, ruft vergeblich an. Erfährt bestürzt, die Familie ist abgeschoben. "Man kann das oft alles gar nicht so nah an sich heranlassen, das belastet unheimlich", sagt sie mir.
Familien wie die Lalas und viele weitere leben in großer Sorge. Das ist die erschreckende Wirklichkeit hinter der Maske der "Willkommenskultur" der Bundesregierung. Die Unterscheidung in "Wirtschaftsflüchtlinge" und "Kriegsflüchtlinge" wird gemacht, um eine unmenschliche Abschiebepraxis zu rechtfertigen. Von wegen "sichere Herkunftsländer". Die Bundesregierung und EU haben mir ihrer Außen- und Wirtschaftspolitik in den 1990ern wesentlich dazu beigetragen, dass in den Balkanländern solche Zustände herrschen. Sie sind für die Folgen dieser Politik verantwortlich."