Der Ausschuss traf sich in der Kantine des Hygieneinstituts.

Bürgerschaftliche Initiativen gab es keine.

TOP 2. Vorstellung der Laborbetriebsgesellschaft Dr. Dirkes-Kersting & Kirchner mbH durch Frau Dr. Dirkes-Kersting, Labor-Medizinerin

Ca. 300 Mitarbeiter hat das Hygieneinstitut, davon 200 Medizinisch-Technische Assistenten (MTAs), der Betrieb ist hauptsächlich „Weiblich“. Das Labor versorgt Kliniken, niedergelassene Ärzte und wurde stets auch neuesten technischen Stand gebracht (modernste Laborstrasse in Europa). Es besteht aus der humanmedizinischen Abteilung und einem Labor für Boden, Luft- und Wasseruntersuchungen. Eine Ausbildung zur MTA wurde 1974 aufgegeben, weil Zuschüsse der Landesregierung für Ausbildungen wegfielen (dreijährige Ausbildung). In Gelsenkirchen gibt es keine MTA Schule mehr, an der Westfälischen Hochschule GE den aufbauenden Studiengang zum Bachelor.

TOP 3. Ausbau des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Münsterland- Emscher- Lippe

Seit 2007 besteht die Einrichtung, die 50% vom Land und Kommunen mit 6,25% (Bottrop, Gelsenkirchen, Münster, Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf). Schwerpunkt ist die Untersuchung nach dem Lebensmittelrecht (Fleischhygiene, Futtermittel, Gentechnik, Tierseuchen und Tiergesundheit, Untersuchung von Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen. Dazu werden Gutachten erstellt. Der Sitz ist in Münster (180 Mitarbeiter), der wesentlich kleiner Sitz in Recklinghausen (45 Mitarbeiter) soll wegen baulicher Substanz aufgegeben werden. Damit werden Einsparungen von 156 223,90 € gemacht, 4 Stellen fallen weg (nicht näher beruflich bezeichnet). In Münster soll ein Ergänzungsgebäude erstellt werden.
Einstimmig verabschiedet (ich habe kein Stimmrecht).

Top 4. Gesundheitsbericht der Kernverwaltung- Frau Tomao

Von allen Teilnehmern wurde dieser erste Bericht begrüßt, das Gesundheitsmanagement wird von vielen Mitarbeitern angenommen (z.B. Gesundheitsamt, 7.30 Uhr- Tai Chi). Da auch hier ein konstant wachsender Teil der Mitarbeiter psychisch krank sind (Nr. 3 der häufigsten Erkrankungen nach orthopädischen und Atemwegerkrankungen), wie es auch bundesweit in der Statistik der Krankenkassen zu verzeichnen ist, haben sowohl Frau Ossowski/ SPD als auch ich auf den Zusammenhang von Frau- Beruf- Familie hingewiesen, das die Vereinbarkeit immer noch ein großes, belastendes Problem darstellt. Diese Aussage wurde von allen geteilt- außer von Dr. Bayerle- AfD. Bei den Atemwegserkrankungen habe ich auf die allgemeine Feinstaub Belastung sowie die Renovierungsbedürftigkeit mancher Gebäude hingewiesen, deren Raumluft zusätzlich belastet ist (Vattmannstrasse u.a.m.
Bis auf Pro NRW und AfD waren sich die Teilnehmer einig, das so ein Bericht wichtige Hinweise gibt- bedauert wurde, das die Eigenbetriebe der Stadt wie Gelsendienste, Kita usw. eigene Wege gehen und nicht untersucht wurden.

TOP 5 Vorstellung der Abteilung 71/2: Tierschutz, Verterinärmediziner Backhaus

Die Abteilung hat z.Zt. nur 3 Leute- 1 Tierarzt, 1 Fachangestellte, 1 Bürokraft. 2 Stellen sind unbesetzt- was Frau Welge sehr bedauerte. Sie überprüfen Viehtransporte, 150 Tierhalter (davon nur noch 10% Nutztiere, nur 4 Höfe mit Eigenfutter). Futterkontrollen, Tierhaltung, Tiertrainer usw. - ein riesiges Terrain an Aufgaben, das unmöglich zu schaffen ist incl. Tiertransporte ins Ausland. Das bestätigte Herr Backhaus auch- ein junger Vater dreier Kleinkinder.

Top 6 Anfragen/ Mitteilungen:

Nur Jamaina Will von den Grünen fragte nach Angeboten für Familien, wo ein Elternteil psychisch erkrankt ist.-

Mit Frau Schürmann. FDP und Jamaina Will/ Grüne konnte ich in der Sitzung gut zusammenarbeiten, Bianka von den Linken fehlte, Ersatz war Martin Gatzemaier- aber völlig unvorbereitet. Der Pirat fehlte wieder - ich hab ihn noch nicht kennengelernt. Der Vertreter der AfD, Herr Bayerle, ein Humanmediziner mit Praxis in Herten, brachte einen sehr geringschätzenden Ton in die Diskussion, z.B. sprach er immer von „Krank feiern“ von Mitarbeitern beim Gesundheitsbericht, laxer Haltung der Erzieherinnen in der Kita mit der Arbeitsdisziplin, sprach ohne Meldung einfach dazwischen. Alle haben sich von der Art und Weise distanziert. Frau Totzek/CDU hat die Diskussionsleitung aber energisch behalten. Der PRO NRW Vertreter, Hr Schaaf, sagt nie was.
Für den nächsten Ausschuss muss ich in der KO Runde anhand der Grundlinien, die wir diskutieren wollen, mit Antragen zur TOP bzw. Anfragen von AUF besser vorbereiten. So hab ich mich auf die Vorbereitung nur mit den Vorlagen beschäftigt.