Zum Ausgang der Kommunalwahl
Liebe Freunde, Mitglieder und Bürger/innen im Süden Gelsenkirchens!
Wir möchten uns zunächst herzlich bei Euch/Ihnen bedanken für die vielfältige und breite Unterstützung im Kommunalwahlkampf! Dieser Wahlkampf war für uns sehr erfolgreich. Noch nie haben wir in kurzer Zeit so viele neue Interessenten, Aktivisten und neue Mitglieder gewonnen, die selbst für ihre Interessen aktiv werden, weil sie sich von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlen. Allein im Süden sind 20 neue Mitglieder zu uns gestoßen.
Gemeinsam haben wir im Gegenwind gegen die etablierten Parteien die Sorgen und Probleme der einfachen Menschen zur Sprache gebracht. „Nach den Wahlen kommt das Zahlen“ – jetzt wir müssen uns auf schärfer Angriffe und Kämpfe einstellen.
Das Stimmenergebnis von AUF im Süden war sehr gut. Wir sind jetzt die drittstärkste Kraft und mit Willi Mast wieder in der Bezirksvertretung! In Rotthausen-Ost haben wir 8,5 %, in Rotthausen-West über 5 % erreicht.
Trotz unserem erfolgreichen Wahlkampf haben wir stimmenmäßig unser Wahlziel nicht erreicht. AUF hat insgesamt 1475 Stimmen (1,7%) bekommen. Das bedeutet, dass wir mit Monika Gärtner-Engel nur noch eine Vertreterin im Rat der Stadt haben. Und dass wir in der Bezirksvertretung West nicht mehr vertreten sind. Dennoch sind das 1475 Menschen, die bewusst gegen den Strom geschwommen sind.
Es gibt sicherlich verschiedene Gründe für das Wahlergebnis:
- Die Stimmung ist zur Zeit nicht so kämpferisch wie vor 5 Jahren, als tausende an Montagsdemonstrationen teilnahmen. Offensichtlich gibt es viele, die hoffen, mit der SPD „das kleinere Übel“ zu wählen, um glimpflich über die Krise zu kommen. Mit ihrer Mehrheit wird die SPD aber die Horrorkataloge künftiger Haushaltspläne der Stadt verantworten müssen. Dasselbe gilt im Prinzip auch für die Stimmen der Grünen, FDP oder CDU.
- Bei einer Wahlbeteiligung von gerade mal 45,8% ist die größte Partei die der Nichtwähler, die verbittert sind über die herkömmliche Politik – die aber daraus noch keine positiven Schlüsse ziehen. Hier liegt sicherlich ein Ansatzpunkt, wo es noch viel zu tun gibt.
- AUF Gelsenkirchen hat sich die zahlreichen Wahlbehinderungen nicht gefallen lassen - obwohl unsere Kandidaten in den Wahlkreisen in der WAZ gerade mal in drei Zeilen erwähnt wurden. Und obwohl unsere OB-Kandidatin gerade mal bei einer der zahlreichen Podiumsdiskussion überhaupt eingeladen wurde. Unser Offensivgeist stieß auf Zustimmung und hat viel Selbstbewusstsein gegeben.
- Nicht zuletzt: In Gelsenkirchen haben diesmal verschiedene Parteien und Gruppen mit einem fortschrittlichen Anspruch kandidiert – wie die Linke, Linke Alternative, BIG. Das hat zu einer starken Zersplitterung geführt. Für eine kämpferische Opposition müssen wir aber erreichen, dass wir auf gleichberechtigter Grundlage über Parteigrenzen hinweg eng zusammenarbeiten.
Mit unserer Stadträtin Monika Gärtner- Engel und unserem Bezirksvertreter Willi Mast im Bezirk Süd wird AUF Gelsenkirchen weiter Sprachrohr der einfachen Leute im Rat und der Bezirksvertretung sein. Gleichzeitig werden wir uns ab jetzt noch stärker auf die Basisarbeit in den Stadtteilen und Betrieben vor Ort konzentrieren können - also dort, wo die Masse der Leute wohnt, lebt und arbeitet und wo wirklich etwas bewegt werden kann.
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Euch/Ihnen, auf Eure Ideen, Impulse und Mitarbeit.
In diesem Sinne, Euer/Ihr Bezirks-Team
i.A. Willi Mast
P.S.
Wir möchten Euch jetzt schon auf unser nächstes monatliches AUF-Cafe einladen: Mi. 7. Oktober, 16 Uhr im Courage-Treff, Ringstraße 71
















