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Protest gegen die Berichterstattung in der WAZ vom 29.3.2010 über die Proteste gegen Pro NRW

Als verantwortlicher Versammlungsleiter der Kundgebung und des Umzugs von AUF-Gelsenkirchen gegen Pro NRW am Samstag, 27.03.10, protestiere ich gegen die äußerst einseitige und falsche Berichterstattung unter der Überschrift „Nur Contra für Pro“ in der WAZ-Druck-Ausgabe vom 29.3.2010.


Am Samstag, 27.03.2010 fand gegen den „Anti-Minarett-Kongress“ von Pro NRW von 10 Uhr bis 15 Uhr eine Protest-Kundgebung auf dem Josef-Büscher-Platz statt, die von AUF-Gelsenkirchen gemeinsam mit Gelsenzentrum e.V. durchgeführt wurde. An dieser vielfältigen, ansprechenden Kundgebung nahmen verschiedene Organisationen wie MLPD, Courage, Rebell, Rotfüchse, VVN Mitglieder, viele Schüler der Gesamtschule Horst, viele Gewerkschafter und viele Menschen und vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund teil. Insgesamt waren es ca. 750 Teilnehmer, davon 250 dauernd. Neben zahlreichen Beiträgen und Solidaritätserklärungen gab es ein ansprechendes kulturelles Programm mit Liedern. Am offenen Mikrofon konnte jeder seine Meinung sagen, was von vielen genutzt wurde. Von 13 Uhr bis 13.45 Uhr fand ein Solidaritätsumzug durch Horst statt mit 250 Teilnehmern. Viele Horster Bürger und Bürgerinnen waren auf der Straße und an den Fenstern und begrüßten den Umzug. Beides, die Kundgebung und der Umzug, werden in der Druck-Ausgabe vom 29.3.2010 überhaupt nicht erwähnt. Dass der WAZ andere Informationen vorliegen, geht aus der Internet Ausgabe hervor, wo diese bedeutenden Ereignisse zumindest erwähnt werden. Das ist skandalös. Daraus kann man nur schließen, dass hier bewusst Tatsachen unterdrückt werden. Getoppt wird das durch die regelrechte Verbreitung von Unwahrheiten. Musste die Fotografin, Frau Seidel, sich schon ziemlich verrenken, um auf ihrem Bild mit den Schüler Protesten ja keinen anderen Protest erkennen zu lassen, so ist die Bildunterschrift dazu einfach gelogen („protestierten Bürger, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen...“). CDU, SPD und FDP sowie die Gewerkschaften und Kirchen haben weder offiziell an diesen Protesten teilgenommen noch dazu aufgerufen. Das ist beschämend. Im Gegensatz dazu haben sich viele Menschen und Jugendliche mit muslimischem Hintergrund aktiv beteiligt und sich am offenen Mikrofon für die Solidarität bedankt. Der Imam der Moschee auf der Fischerstraße hat sogar zur Beteiligung aufgerufen.


Ich erwarte eine umgehende Richtigstellung der Berichterstattung und Entschuldigung der Verantwortlichen für die bisherige.


Mit freundlichem Gruß

Günter Wagner, AUF Gelsenkirchen

Janine Heinlein, AUF Gelsenkirchen Vorstandssprecherin

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