Unmut ja - aber bitte an die richtige Adresse
"Ich kann mich noch gut an den Stress erinnern, als ich als berufstätige Mutter von drei Mädchen eine Lösung für eine geschlossene Kita finden musste. Daher kann ich mich in den Unmut der Eltern, die unter dem nun schon langen Streik der Erzieherinnen leiden, sehr gut hineinversetzen" erklärt Monika Gärtner-Engel, Ratsfrau für AUF-Gelsenkirchen, setzt aber hinzu:
"Die betroffenen Eltern sollten aber ihren Unmut an die richtige Adresse richten: nicht die Erzieherinnen oder die jeweilige Kita sind verantwortlich für die schlechten Arbeitsbedingungen. Auch sind sie nicht verantwortlich dafür, dass dieser Streik sich scheinbar endlos in die Länge zieht. Vielmehr sollten die Eltern ihre durchaus berechtigte Kritik an die kommunalen Arbeitgeber adressieren, die eine angemessene Lösung des Problems verweigern. Das Angebot einer Erstattung der Kita-Gebühren hilft auf jeden Fall den Eltern in der Sache nicht weiter, auch die Erzieherinnen, denen die Techniker Krankenkasse heute im Durchschnitt 2,7 Fehltage mehr als bei anderen Arbeitnehmern bescheinigt, profitieren davon nicht. Allein mehr Personal, gesunde Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten zur Fortbildung für die Kita-Beschäftigten können helfen, den derzeitigen Missständen abzuhelfen".
Monika Gärtner-Engel
Pressemitteilung zum Kita-Streik
















