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Kinder, Kinder

Eine Zwischenbilanz zur offenen Ganztagsschule (OGS) zieht der Vorstand von AUF-Gelsenkirchen. Es habe sich herausgestellt, dass es einen sehr großen Bedarf an Betreuung und Förderung der Kinder gibt, dem komme die Einrichtung der offenen Ganztagsschulen in den letzten Monaten sehr entgegen. Die Schließung von Horten zugunsten Ganztagsschulen habe sich allerdings bereits in der Praxis als kontraproduktiv herausgestellt.

"Uns sind erste Fälle bekannt geworden, bei denen Kinder durch Hortschließung oder die Abschaffung von Mittagsprogrammen von Kindergärten plötzlich vollkommen unbetreut sind. Exemplarisch ist das Beispiel eines Jungen aus Rotthausen, der nach Schließung des Mittagsprogramms des Kindergartens Lothringer Straße ohne Erfolg eine Betreuungsmöglichkeit suchte. An der OGS Dahlbusch-Schule wurde er nicht angenommen mit der Begründung, man habe bereits zu viele Anmeldungen; außerdem werden nur Kinder aus der eigenen Schule in das Programm aufgenommen. Die Schule, die der Junge selbst besucht, bietet aber die OGS nicht an. Für das Kind einer allein erziehenden, berufstätigen Mutter ist das eine fatale Entwicklung, die allein durch Planung am grünen Tisch ohne Bürgernähe zustande kam", führt Manuela Reichmann, Vorstandssprecherin von AUF-Gelsenkirchen, aus.

Zwischenbilanz zur offenen Ganztagsschule

Nicht unerheblich seien auch die qualitativen Unterschiede der Betreuung in Horten und in der OGS. Bewegungsangebote seien in der OGS durch entsprechende Schulhofgestaltung nur wenig vorhanden und mit denen von Horten nicht zu vergleichen, bei den Kulturangeboten sieht es ähnlich aus. "Die Bundespolitik spricht in den Medien von Unterstützung berufstätiger Eltern durch entsprechende Einrichtungen, Gelsenkirchen dagegen baut geeignete Instrumente wie die Hortbetreuung ab; das ist nicht hinzunehmen. Wir werden bei AUF-Gelsenkirchen weiterhin Fallbeispiele sammeln, die aktuelle Betreuungspolitik hinterfragen und an einer kostenfreien sowie qualifizierten Betreuung festhalten", kündigt die AUF-Vorstandsfrau abschließend an.

Manuela Reichmann

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