Vom Kindergarten zur "Aufbewahrungsfabrik"?
Der Entwurf zum Kindergartengesetz liest sich wie der Arbeitsentwurf eines Firmenmanagers, geht es doch um Aufbewahrungszeiten pro Woche ohne Nennung von Gruppenstärken.
"Gleichzeitig wird den Tagesstätten eine finanzielle Planungssicherheit genommen; unter anderem fehlt im Entwurf eine eindeutige Regelung zur Rückzahlung der Kindergarten-Kaltmieten durch das Land, Zuschläge für Einrichtungen in sozial kritischen Stadtteilen werden abgeschafft, die Landesjugendämter können einseitig Pauschalen festlegen, die "Nachfrage" der Eltern ist für die Einrichtung nicht mehr vorherseh- und einplanbar." kritisiert Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF-Gelsenkirchen. Zusätzlich sollen Kindertageseinrichtungen künftig ein eigenes Bildungs- und Erziehungskonzept haben und zur individuellen Förderung der Kinder deren Entwicklung beobachten und dokumentieren. Der Plan, dass Tagesmütter ohne festgelegtes Berufsbild künftig bis zu 8 Kinder betreuen dürfen, sei absolut nicht akzeptabel, runde das Bild aber ab.
Pressemitteilung zum Entwurf des Kindergartengesetzes
Gärtner-Engel: "Die Landesregierung folgt somit eindeutig dem Mainstream der Heuschreckenpolitik zur Einsparung von Geldern, indem sie den Tagesstätten zusätzliche Aufgaben gibt, finanzielle Mittel streicht, die Betreuung von unter Dreijährigen auf nicht ausgebildete Personen auslagert. AUF-Gelsenkirchen protestiert ausdrücklich gegen diesen neuerlichen Versuch, die Verantwortung für soziale Belange abzuschieben."
Monika Gärtner-Engel
















