MRSA – Ideen von AUF umgesetzt
Am 17.08.09 wurde von der Stadt Gelsenkirchen die Netzwerkgründung „GEmeinsam gegen MRSA“ bekannt gegeben.
„Es geschehen merkwürdige Dinge:
Noch 2007 erhielt ich auf eine Anfrage die Auskunft vom Gesundheitsdezernat, „es gibt keine überdurchschnittlichen Probleme mit multiresistenten Keimen in Gelsenkirchen!“ obwohl sich die dramatischen Auswirkungen bereits in Krankenhäusern und Pflegeheimen voll abzeichnete. Im März 2008 hat die Fraktion Die Linke/AUF Gelsenkirchen beantragt, in die städtische Haushaltsplanung die Planung und Koordinierung gesundheitsfördernder Maßnahmen zum Schutz vor MRSA aufzunehmen. Diese Anregung wurde - wenn auch nicht finanziell gefördert - so doch erfreulicherweise in die Gesundheitskonferenz der Stadt aufgenommen. Wenn gut wird, was lange währt, darf man auf den Erfolg des Netzwerks bauen.
Heute schreiben sich die Vertreter der Stadt, die damals keinen Handlungsbedarf sahen, die Gründung des Netzwerkes gegen MRSA auf die eigenen Fahnen“ wundert sich Martina Reichmann, sachkundige Bürgerin für AUF-Gelsenkirchen im Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz und berufstätige Krankenschwester, und fährt fort:
„Jede sinnvolle Maßnahme, die die Ausbreitung dieses so genannten Krankenhauskeims verhindert und Patienten vor einer Infektion schützt, begrüße ich ausdrücklich; AUF-Gelsenkirchen setzt sich seit längerem dafür ein. Allerdings wäre zu wünschen, dass eine Stadtverwaltung, die ansonsten für jedes Bisschen eine auswärtige Expertise einholt, hier einmal Ross und Reiter nennt; dieses Schmücken mit fremden Federn wird langsam peinlich“.
Martina Reichmann

MRSA - bereits am 05.03.2008 beantragt und nun unter anderen Fahnen veröffentlicht:
Die Linke.PDS/AUF-GE
Martina Reichmann
05.03.08
Die Fraktion Die Linke.PDS/AUF GE/ beantragt, in die städtische Haushaltsplanung aufzunehmen:
V 5 Produktbereich 4101 Maßnahmen sowie Ziele in den Planjahren soll um den Punkt erweitert werden:
Planung und Koordinierung gesundheitsfördernder Maßnahmen zum Schutz vor MRSA. Die Maßnahmen sollen der Information und dem abgestimmten Vorgehen dienen, um die MRSA-Problematik in unserer Stadt zu thematisieren und gemeinsame Strategien zur Aufklärung und Bekämpfung zu entwickeln.
Begründung:
Im Rahmen der Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes hat das Gesundheitsamt die Infektionsüberwachung in Bezug auf MRSA zu leisten. Mit dem grenzübergreifenden Euregio-Projekt sind Ergebnisse und Wege zu Erfolgen im Kampf gegen MRSA aufgezeigt. In Münster ist es in diesem Rahmen gelungen, die Infektionsrate in 40 beteiligten Krankenhäusern deutlich zu senken.
In Deutschland kommen MRSA häufiger vor als in den Niederlanden. In den Niederlanden werden in den letzten Jahren vermehrt sogenannte “Community Acquired MRSA” nachgewiesen, die sich außerhalb der Einrichtungen des Gesundheitswesens verbreiten und Infektionen in der Allgemeinbevölkerung verursachen können. Darum ist die Bekämpfung von MRSA auf beiden Seiten der Grenze ein wichtiges Ziel der öffentlichen Gesundheitsvorsorge. In den USA tritt ein neuer gefährlicher MRSA-Stamm auf, der zu einer tödlichen Lungenerkrankung führt. Das zeigt, dass die Einstellung auf die zukünftige Entwicklung und die Bekämpfung von MRSA eine dringende Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes ist.
Die bisherigen Empfehlungen im Umgang mit MRSA haben nur Referenzcharakter, die Bundesregierung plant eine flächendeckende Meldepflicht.
Ein abgestimmtes Vorgehen von allen Trägern der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt bietet große Chancen, die durchaus vorhandenen und vielfach geschilderten Probleme einzudämmen. Nicht zuletzt muss der Personalschlüssel in den städtischen Einrichtungen kritisch auf die Problematik untersucht und Schlussfolgerungen gezogen werden.

Gesundheitsförderung bei Kindern V 5 Produktbereich 4101, Maßnahmen sowie Ziele in den Planjahren, soll um den Punkt erweitert werden:
*Förderung des Projektes Kinderleicht Quartier und Aufbringung der Projektkosten, die durch Bundesmittel nicht gedeckt sind.
* *Aus dem Antragspaket zur Haushaltsberatung 2008*
Begründung:
Das o.g. Projekt wird nur zu 3/4 aus Bundesmitteln gefördert, die restlichen Kosten müssten vom Gesundheitshaus Bismarck aufgebracht werden. Das Gesundheitshaus Bismarck hat eine jährliche Förderung von 20.000 Euro durch die Stadt beantragt. Die Prävention von Adipositas und Bewegungsmangel bei Kindern ist eine wichtige Aufgabe des Referates Gesundheit. Angesichts der gut angenommenen und erfolgreichen Arbeit dieses Projektes und dem Ziel, die Erfolge für die Zukunft zu sichern und für das gesamte Stadtgebiet zu nutzen, ist die Übernahme der Kosten angemessen und gerechtfertigt.
05.03.2008
Martina Reichmann
















