Fürsorgepflicht der Gesundheitsbehörde sollte endlich greifen
Die Einstellung des Beratungsservices des Referats Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen, der früher mit Ortsbegehungen und Messungen von Schimmel geplagten Bürgern zur Seite stand, erweist sich erneut als äußerst problematisch:"Es ist selbstverständlich, dass der Tossehof nicht nur für seine Bewohner eine lebenswerte Wohngegend sein sollte. Darüber hinaus ist er als Bestandteil des Projektes Stadtumbau West auch Objekt von vielschichtigen Erneuerungsmaßnahmen mit hohem finanziellem Aufwand. Trotzdem leben dort nach wie vor Familien, die aufgrund des Schimmelbefalls in ihren Wohnungen erkrankt und in ärztlicher Behandlung sind. Die Schimmelpilzbildung ist mit bloßem Auge erkennbar, es bestehen - auch in Kinderzimmern - schwarze Flecken an den Wänden, in Kleiderschränken verschimmelt die Wäsche. Bei den Mietern herrscht Sorge besonders um die Gesundheit der dort lebenden Kinder. Ich möchte hier noch einmal ausdrücklich betonen, dass die Einstellung des Bürgerservices (s.o.) ganz praktisch zur Folge hat, das Gesundheit als "privates Interesse" deklariert und der Willkür von Vermietern überlassen wird, die Gesundheitsbehörde sollte aber für betroffene Bürger ihre Fürsorgepflicht wahrnehmen.
Pressemitteilung zur Ausschusssitzung Gesundheit und Verbraucherschutz
Ich habe daher für die Ausschuss-Sitzung am 10.3.09 dieses Thema als Tagesordnungspunkt beantragt. Seit 2007 thematisiert AUF-Gelsenkirchen diese Zustände, denn in unserem Büro landen immer wieder Berichte von Bürgern, die unter unhaltbaren Bedingungen wohnen müssen und keine Hilfe von offizieller Seite bekommen." erklärt Martina Reichmann, sachkundige Bürgerin für AUF-Gelsenkirchen für den Bereich Gesundheit und Verbraucherschutz.
Martina Reichmann
















