Kulturwoche von Kumpel für AUF geendet - Situation im Bergbau verstärkte Interesse an Bergarbeiterkultur
(Pressemitteilung von "Kumpel für AUF")
Am Samstag, den 21. August 2010 endete die Kulturwoche von Kumpel für AUF zu 90 Jahre Rote Ruhrarmee. Vor 250 Besucher spielte das Theaterensemble „HORSTsTheaterMASCHin' eine Neuinszenierung der Ruhrkampfrevue von Yaak Karsunke. Arbeiter und Arbeiterfrauen kämpfen, streiten und müssen Erfolg, Verrat und Niederlage verarbeiten. In der Neuinszenierung ist es dem Regisseur Eberhard Boeck hervorragend gelungen gegen Vorurteile und Vergessen dieses Stück Arbeitergeschichte dem Kampf der Roten Ruhrarmee gegen Faschismus und für ein freies Volk auf freiem Grund auf die Bühne zu bringen.
Zum Abschluss der Kulturwoche zog Kumpel für AUF am Schluss der Theaterveranstaltung ein Resümee, dass die beeindruckende Kulturwoche belegte, dass es den Veranstaltern der Kulturhauptstadt 2010 nicht gelungen ist, „die Bergarbeiterkultur als Schmuddel-Image des Ruhrgebiets ins Abseits zu drängen.“ Das breit gefächerte Kulturprogramm mit gelungenen Theaterveranstaltungen, einer das Thema vertiefenden Podiumsdiskussion, mit bewegenden Gedenkfeiern in 7 Ruhrgebietsstädten, mit Film-, Diskussions- und Infoveranstaltungen, Rad- und Autokorsos hat einen hervorragenden Beitrag gegen das Vergessen revolutionärer Traditionen der Arbeiterbewegung geleistet und die Gefallenen der Märzrevolution geehrt. Es war eine Kulturwoche die von vielen Menschen getragen war – vor allem Bergarbeitern und ihren Freunden. Eine parteiübergreifende Zusammenarbeit von Arbeitern, linken Parteien, aktiven Gewerkschaftern, Kulturschaffenden usw. kam in dieser Woche zustande. Die Kulturwoche hat sich vor allem auch an die Jugend gewendet, die sich auf den verschiedensten Veranstaltungen mit eigenen Beiträgen eingebracht hat.
Es gelang die Kulturwoche zu nutzen, um über den Betrug des sozialverträglichen Auslaufbergbaus bis 2014 zu informieren und für die Verteidigung des Steinkohlebergbaus im Interesse der Zukunft der Jugend zu werben. In diesem Zusammenhang wurde auch das Interesse an Kumpel für AUF geweckt und gestärkt.
Kumpel für AUF ist es ohne Zweifel gelungen, die Kultur als politische Waffe zu nutzen und mit einem breit gefächerten Programm die Bedeutung einer revolutionären, demokratischen und fortschrittlichen Kultur im Kampf der Arbeiter um Befreiung zu unterstreichen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ingrid Dannenberg
















