Warum ignoriert „Gelsendienste“ den Beschluss des Betriebsausschuss?
Nicht nur, dass die Stadt Gelsenkirchen die Gedenkfeier zu Ehren der 1920 gefallenen Kämpfer der Roten Ruhrarmee auf dem Friedhof Horst-Süd unterdrückt.
Bisher wird auch der einstimmige Beschluss des Betriebsausschuss Gelsendienste vom 17.3.2010 ignoriert, in dem es heißt, „das Grabdenkmal zu Ehren der Toten der Roten Ruhrarmee und zum Gedenken an die Opfer des Faschismus zu restaurieren.“ (nachzulesen im Protokoll). Lediglich eine „Reinigung“ wurde durchgeführt, alles andere sei „zu teuer“.
Dazu äußert sich Ulrich Herborn aus Dortmund - als Architekt, Diplom-Ingenieur und Denkmalpfleger ein Fachmann auf diesem Gebiet: „Nach Besichtigung des Denkmals kann ich aus meinen fachlichen Erfahrungen sagen, dass es hier eine aggressive Reinigung war, die den Kunststein erheblich verletzt hat. (…) Aus meiner Sicht sind die Arbeiten überhaupt nicht abgeschlossen, (…) vor allen Dingen die Fugen müssen geschlossen werden. Hierzu kann ich klare Restaurierungsangaben machen, um keine weiteren Schäden zu produzieren.“
Dieter Grünwald und Anton Lenz, sachkundige Einwohner für AUF Gelsenkirchen im Betriebsausschuss Gelsendienste, wandten sich deswegen an Gelsendienste, mit der Bitte um Stellungnahme, und um Konsequenzen zu ziehen im Sinne des Beschlusses. „Wenn die Risse nicht ausgefüllt werden, droht nach Einschätzung von Fachleuten der Zerfall des Denkmals“, ergänzt Anton Lenz. „Das kann in der Bergarbeiterstadt Gelsenkirchen nicht hingenommen werden, noch dazu im Kulturhauptstadtjahr 2010. Man wird den Eindruck nicht los, dass mal wieder nach der Landtagswahl anders gehandelt wird als vorher versprochen wurde.“Â
Mit freundlichen Grüßen, Â
Anton Lenz
















