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Statistik - Frisur ist Manipulation der Öffentlichkeit!

Wahlplakat7 AUF-Gelsenkirchen begrüßt die Veröffentlichung von Vergleichszahlen, die das tatsächliche Ausmaß der Arbeitslosigkeit erahnen lassen, ausdrücklich:

"Die Bereinigung der Statistik um bestimmte Arbeitslosengruppen ist tatsächlich nichts Neues und seit langem "bewährtes" Mittel der Politiker, die Arbeitsmarktpolitik in ihrem Sinne zu schönen - im Klartext: Manipulation der öffentlichen Meinung zu betreiben. Wenn jetzt Teilnehmer von Weiterbildungsmaßnahmen "zur Aktivierung und Eingliederung" nicht mehr in der Statistik aufgenommen werden, war dies für jeden absehbar, der die Menschen vor Ort anhört. Konkret beobachtet haben wir, dass in Gelsenkirchen seit einiger Zeit verstärkt arbeitslos gemeldete Menschen in so genannte "Eingliederungsmaßnahmen" gesteckt werden. Das sind Maßnahmen, die für den Betroffenen häufig völlig sinnfrei sind und nur Kosten für den Beitragszahler verursachen" meint Monika Gärtner-Engel, Ratsfrau für AUF-Gelsenkirchen, und erklärt weiter:

Pressemitteilung zur aktuellen Statistik der Arbeitslosenzahlen
"Allerdings ist die Statistik-Frisur nicht nur in Wahlkampfzeiten ein gerne benutztes Arbeitsmittel. Wer sich tatsächlich durch den ausführlichen Bericht der Bundesagentur arbeitet, stößt zum Beispiel auf die Zahl von knapp 3,5 Mio mit Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II (landläufig: Hartz IV-Empfänger). Dass dies nicht 3,5 Mio Menschen, sondern 3,5 Mio Bedarfsgemeinschaften - also häufig ganze Familien - sind, die hier im Existenzminimum und unter den äußerst rigiden Bestimmungen der Ämter leben, erschließt sich erst auf den zweiten Blick.
Diesem Wahnsinn muss ein Ende bereitet werden. Wir von AUF fordern nachdrücklich, endlich dem Abbau von Arbeitsplätzen entgegen zu treten, die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zu fördern, die Arbeitsbedingungen so zu ändern, dass der Arbeiter von seiner Arbeit auch leben kann und - vor allen Dingen - das Ende der Verfolgung und Diskriminierung der Arbeitslosen selbst. Somit müsste auch kein Politiker aus Angst vor dem Wahlvolk die Statistik frisieren."

Monika Gärtner-Engel
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